Leben ist nie einfach, man macht es sich nur einfacher.
Leben ist durchflochten von Fallstricken, Stolperfallen, Sackgassen – wie ein Labyrinth, bei dem es für jeden einzelnen nur einen einzigen richtigen Weg zum Ziel gibt. Du hast die Wahl: bleib in deiner Ecke sitzen, unverletzt, ohne einen Schritt im Labyrinth zu tun, wartend, dass das Leben zu dir kommt oder lauf drauf los, teste deine Grenzen, finde einen, deinen Weg durchs Dunkel. Ab und zu wirst du anecken, wirst schlimme Erfahrungen machen, vielleicht wirst du aufgeben, vielleicht landest du wieder am Ausgangspunkt, vielleicht erreichst du das Ziel nie. Aber wie sagt man so schön: „Der Weg ist das Ziel!“ Also nutze den Weg, sodass du am Ende deines Weges sagen kannst: „Ich habe mein Ziel, alles was ich wollte, erreicht. Ich habe GELEBT!“ Du wirst dich über ein volles Photoalbum an Erinnerungen freuen können, vielleicht waren sie nicht immer gut, aber sie haben dich an dein Ziel gebracht.
„Ich will, dass ihr mich versteht!...“
Wie oft habe ich mich mit diesem Rammstein-Zitat befasst, es auf mich bezogen, es verworfen und dann in veränderter Form wieder aufgenommen: „Ich wünsche mir, dass ihr versucht mich zu verstehen!“ Das in etwa ist es was ich zu meinem Lebensinhalt gemacht habe, über die Jahre. Vielleicht war das nicht immer gut, es hat mir oft meine Grenzen gezeigt, aber genauso oft hat es mir das Leben und den Bezug zu anderen Menschen vereinfacht, mich ein Stück auf meinem Weg weiter gebracht. Ich versuche mich nicht zu rechtfertigen, mein Leben und Handeln nicht erklären zu müssen. Ich will nicht, dass ihr alles gut heißt was ich mache, will nicht dass ihr alles akzeptiert was ich anstelle, aber ich will ehrlich zu euch sein, ich will dass ihr mich kennt so wie ich bin (und das ist bei meiner selbstgewählten multiplen Persönlichkeit nicht immer einfach) und ich will, dass ihr mich als Mensch akzeptiert.
Life’s never easy…
Wie oft habe ich das schon zu spüren bekommen? Bin in einem Anfall von überdosiertem Ehrgeiz einfach in das Labyrinth gerannt, über Stolperdrähte, Steine, mit dem Dickkopf durch Mauern hindurch und erst im Nachhinein, wenn ich zurück und an mir selbst herab blicke, bemerke ich die Zerstörung, die ich hinterlassen habe, was ich anderen zerstört und wie sehr ich mich selbst dabei verletzt habe.
Wenn ich aber so in meinem Photoalbum zurück blättere, überkommt mich eine gigantische Welle von Gefühlen, nicht immer sind sie positiv, aber insgesamt sind sie stark genug um mich immer wieder vom Aufgeben abzuhalten, mich ein Stück weiter zu tragen.
Ich wünsche euch ein ebensolches Photoalbum, vielleicht eines in dem ich als positive Erinnerung erscheine, wenn nicht, ich hoffe es ist noch nicht zu spät das zu ändern.