Und wenn du den Eindruck hast, dass das Leben Theater ist,

dann such dir eine Rolle aus, die dir so richtig Spaß macht.

William Shakespeare

Mittwoch, 14. Mai 2014

call it magic


Sie steigt aus dem Zug. Steht auf dem Gleis. Sonnenstrahlen bringen ihr Haar zum Glänzen. Eine leichte Briese spielt mit dem Saum ihres Kleides, verfängt sich in ihrem langen Haar. Blätter wirbeln auf. Sie fröstelt leicht, doch sie spürt es nicht. Sie ist ganz und gar erfüllt von dem Gefühl in ihrem Bauch, von dem Prickeln, dem Kribbeln, dem Freifall-Aufzugsgefühl. Sie wartet. Sie wartet auf ihn.

Er steht am Gleis. Etwas abseits im Schatten der Bäume. Der Zug fährt ein. Sie steigt aus. Steht auf dem Gleis. Er betrachtet sie aus der Entfernung. Sonnenstrahlen bringen ihr Haar zum Glänzen. Eine leichte Briese spielt mit dem Saum ihres Kleides, verfängt sich in ihrem langen Haar. Blätter wirbeln auf. Er steht traumverloren. Betrachtet sie wie ein Gemälde. Eine lockere Strähne fällt ihr ins Gesicht. Sein Herz macht einen Satz. Wie verzaubert, traumwandlerisch geht er auf sie zu.

Sie dreht sich um, suchend. Sieht ihn herankommen. Ein Lächeln erhellt ihr Antlitz.

Für ihn geht die Sonne auf.

Glaubst du an Magie?

Yes, I do!

Freitag, 9. Mai 2014

Elfenlieder

"Und es begab sich zu der Zeit, als sich die undurchdringlichen Nebel um die Lande der Lesath hoben und die Eldar zurück kehrten um das Fest zu Ehren der Altforderen zu feiern..."

Gefangen im Traum, doch zurück in der Wirklichkeit
Das trifft es gerade ziemlich genau. Auch wenn mein Körper hier zu sein scheint, mein Geist ist noch dort. Ich fühle mich irgendwie transparent, abwesend und zerbrechlich.
In irischen Sagen heißt es, dass jene, die das Land der Elfen betreten, bei ihrer Rückkehr nicht mehr die selben sind.
Da ist eine Melodie in meinem Kopf, ständig präsent seit ich den Elbenwald betreten habe, mal lauter, mal leiser. Doch sie übertönt alles andere, lenkt mich ab und lässt mich nicht los.
Ich bin nicht mehr ich selbst, ich bin in meinem Kopf. Bin weit weg, obwohl ich da bin.
Fühle mich wie ein Blatt im Wind, ein Blütenblatt an einem Baum, das den halt verliert und vom Wind davongetragen wird.