Und wenn du den Eindruck hast, dass das Leben Theater ist,

dann such dir eine Rolle aus, die dir so richtig Spaß macht.

William Shakespeare

Mittwoch, 30. Dezember 2020

A song to Mother Moon - or rather an enchantment

 

I miss you mother moon,

bathing in your silver light.

On my lips a magic tune,

dancing the meadows late at night.

 

I hear the wolfs song joining in,

feel his breath right on my neck.

Hope his favor I will win,

mother lead him on my track.

 

Step by step into

the woods I dance with you tonight.

Hold me close to you,

our souls entwined like in a fight.

 

I feel the goddess joining in,

her thunderstorm has broken free.

Drenched our clothes and hair and skin,

makes us descendants of the sidhe*.



*sidhe [ˈʃiːə][dt.: schi] = old mythological fairy folk in ireland 



Mittwoch, 21. August 2019

Abendstunde



Die Sonne sinkt auf des Tales Grund
In samtne Wiesengründe
Wie deine Lippen auf meinen Mund,
wann immer er offen stünde.

Es legt sich bald der Fuchs zur Ruh,
In den Schoß der warmen Erde.
In meinem Schoße, da ruhst du,
Bis auch ich schläfrig werde.

Leis streicht der Wind durchs Blätterdach,
Die Welt in Schlaf zu wiegen.
In deinen Armen werd ich wach,
Will immer bei dir liegen.

Das Käuzchen bewacht das Tal im Dunkeln,
 Aus der Krone einer Weide,
Über uns die Sterne silbern funkeln,
Heut gibt es nur uns beide.

Mittwoch, 9. Januar 2019

Between the Lines

Everyday struggles hold me up
Inside I'm weaping
New decisions, new missions
Badly dreaming
I can not stop
I'm bleeding out
See you in a vision

Is it real?
Is it really you, I need?

And who needs me?
Where is the safe place to hide?
Where is the one by my side?
Do we go together so well?
Are you still the same, the one I fell
For?

You see, the struggle is real.
Every moment I feel
And I feel every moment
And everything
I can't stop feeling
And thinking a thing.

I feel lost and alone while I should not
I feel happy and loved, but I can not
Forget
the darkness inside my head.

I try
And the harder I try
The darker I dye
My dreams and thoughts
And I cry
Tears on my blanket
Tears on my face
Tears everywhere.
No one cares.

Where is the woman I once was?
There's only the girl left inside.
Where is the fighter I worked hard to be?
The armour is gone and lost is the fight.

Left is the struggle
The pain
Left is to get up
Again and
Again



I wrote this poem in November 2017, but could not publish it, for it hurt to much. Now over a year later, I come to realize, that it was the last thing I wrote in here and that it fits under other circumstances still very well. This time its not the person by my side, that makes me feel this way, but a quarrel between myself and the world outside.

Donnerstag, 2. November 2017

Herbstglück

Sehnsucht
Quält mich
Stund um Stund
Hält mich fest umklammert
Einsam.

Hoffnung
Deine Augen
Dein goldenes Haar
Dein Lächeln ist Sonne
Warm.

Melancholie
Eine Melodie
Zimtkekse, Herbstlaub, Erinnerung
Eine längst vergessene Geschichte
Geborgen.

Donnerstag, 13. April 2017

Dreaming again - Lost between the worlds

Wir stehen in einem leicht abgedunkelten Raum. Nur über dem Kopfende des Krankenbettes verbreitet eine Neonröhre ihr kaltes blaues Leuchten. Vorhänge sind vor die Fenster gezogen, es riecht nach Desinfektionsmittel, nach Krankheit, nach Schweiß und Urin.
Um das Bett gruppiert stehen Apparate, die piepen und surren und hin und wieder blinken.
Zwischen glatt gestrichenen Laken liegt eine eingefallene Gestalt, angeschlossen an Schläuche, Atemzüge kaum merklich und immer unregelmäßiger ausstoßend.
Du stehst neben mir. Ich spüre, wie dein ganzer Körper zittert, höre deinen, von Schluchzern unterbrochenen Atem. Du hältst eine leblose, kalte Hand in deiner. Willst und kannst nicht loslassen. Dein Anblick zerbricht mir das Herz. Ich möchte dich umarmen, dich trösten, dir sagen, dass alles wieder gut wird. Doch ich kann nicht, ich bin wie betäubt.


Einige Stunden später sind wir bei dir. Sitzen in der Küche auf der Bank. Du bist gegen meine Schulter gesunken, mein T-shirt ist durchtränkt von deinen Tränen. Ich lege einen Arm um dich, streiche über deinen Arm, versuche dich zu wärmen und dir Mut zu schenken.

Nach einiger Zeit, in der sich die Stille zu Stunden ausgedehnt hat und mein Arm langsam taub geworden ist, hebst du den Kopf und siehst mich an. Ich blicke in rot umrandete, verquollene Augen. In deine so wunderbaren, sonst so tröstenden, sonst so schalkhaft blitzenden blauen Augen.
Mit einer Hand ziehst du meinen Kopf näher zu dir. Wange an Wange sitzen wir da, spüren die Nähe und Wärme des jeweils anderen. Ich spüre deinen Dreitagebart, deine getrockneten Tränen, deinen Atem in meinem Nacken.
"Ich bin immer für dich da, wenn du mich brauchst. Immer." sage ich.

Ohne es zu sehen spüre ich das Lächeln auf deinen Lippen.

Edit 16.04.2017:
Mir fehlen die Worte. Wie gern wäre ich nun für dich da und würde etwas von der Kraft zurückgeben, die du mir im letzten Jahr geschenkt hast.
Es tut mir so leid.

Mittwoch, 7. September 2016

Regentraum

Regen fällt auf den Asphalt
Die Tränenflut von Engeln
Ein Rauschen, Rinnen, Fliesen schallt
Von Ästen, Blättern, Stängeln.

Und über dem die Melodie
So sanft und leis, doch dringlich
Von meinem klagend Herzen, wie
Es ruft und sucht und findet dich.

Im frühen Morgennebel dann,
als noch der Tau das Land bedeckt,
Geschieht, was nie geschehen kann
Dein Kuss der mich vom Bette weckt.

Und schließlich, als in deinem Arm
Ich liege und zerfließe,
Fühl ich mich wieder ganz und warm

...als ob ich dich je gehen ließe.

Dienstag, 19. Juli 2016

Sommernachtstraum

In einer sternklaren Sommernacht saß ich beim Schein einer Kerze auf den Stufen vor meinem Haus und lauschte den Klängen der Nacht. Groß und hell strahlend stand der Mond am Himmel, bleich und rund. Leis erklangen Melodien in meinem Kopf, Lieder die mich im Geiste hinforttrugen an fremde Orte, weit weg von meinem im Schlaf zusammengesunkenen Körper im Hier und Jetzt.

Ich flog über dunkle Walder, nur von Mond und Sternen beschienen, über Flüsse, die wie glitzernde Bänder die grauen Ebenen durchmaßen, auf den Schwingen der Nacht. Hi und da kleine Lichter, die Zivilisation erahnen ließen, doch die Dunkelheit gehört dem Traum, die Dunkelheit gehört den Träumern.

Still war die Nacht und doch nicht ohne Klang. Ein Käuzchen rief, ein Rascheln in den Blättern, das Murmeln eines Baches.

Und erst als der Morgen graute,
als die Nebel aus den Wiesen emporstiegen um die letzten Geheimnisse der Nacht vor dem neuen Tag zu verbergen, als sich die ersten warmen Strahlen der Sonne über den Horizont schoben,
erst da erkannte ich das Wesen der Nacht,
erkannte und erwachte. Neu geboren im Mondschein.