Und wenn du den Eindruck hast, dass das Leben Theater ist,

dann such dir eine Rolle aus, die dir so richtig Spaß macht.

William Shakespeare

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Dienstag, 24. Januar 2012

E-Mail für Papa

Heute Abend habe ich meinem Vater eine Mail geschickt:

"Hi Paps,
Ich hab heute Abend an dich gedacht,
zum Beispiel an die Zeit, als wir in Larroque (schreibt man das so?) im Urlaub waren und mit diesem kleinen Bastelbuch einen Bogen gebastelt haben, der zwar nicht schoss aber den ich immer auf dem Fahrrad dabei hatte.
Oder an die Morgende, als wir zusammen im Denkendorfer Freibad schwimmen waren, danach zum Bäcker und dann nach Hause zum Frühstück und zu Mama. Oft haben wir schon heimlich im Auto eine Brezel zusammen gegessen.
Oder erinnerst du dich noch an die Faschingsparty, in Wernau, wo dir so ein Typ Gras angedreht hat und du nachher nur noch zum Auto getorkelt bist, mit Unterstützung von Mama und mir?
Weist du noch wie ich dir immer beim Castle Wolfenstein Spielen zugeschaut hab und wir über die bösen Nazi-Monster geflucht haben um sie dann mit einer Tessla-Gun ins Jenseits zu befördern?
Ich hab auch an die unzähligen Radtouren gedacht, die wir zusammen unternommen haben, immer mit Eis, Döner oder ähnlichem gekrönt.
Dann war da noch die Aida-Reise mit euch, Party pur!
Und jetzt waren wir in London zusammen, das war auch so schön! Ich fands einfach klasse, dass du mitgekommen bist.

Ich wollte dir damit einfach mal wieder sagen, wie lieb ich dich hab!

Deine Tochter :)   *drück*"

Das war, was ich ihm geschrieben habe. Nun kommt, was ich dachte:

"Lieber Papa,

Ich hab dich so unendlich lieb, dass ich jeden Moment, den ich an dich denke Angst um dich habe. Seit deinem Herzinfarkt bist du nicht mehr der Selbe. Du vergisst so vieles, was um dich herum geschieht, dein Gehirn kann es einfach nichtmehr verarbeiten. Während ich das schreibe weine ich, denn ich habe Angst um dich, dass du vielleicht einmal etwas so lebenswichtiges, wie den Blick in den Rückspiegel vergisst! Ich weine recht oft, wenn ich mich an dein Gesicht erinnere in dem Moment, als du genau merkst, dass du etwas vergessen hast und geschockt und enttäuscht zugleich bist. Das passt einfach nicht zu deiner Lebenslustigen Art! Das zerreist mir das Herz! Ich will nicht, dass das so passiert! Ich will nicht, dass DIR was passiert! Ich hab dich lieb! Ich hab dich so lieb!  Deine Kleine <3"


Ich weiß nicht was ich noch sagen soll, außer dass mich diese Sache schon seit 3 Jahren beschäftigt und mich ziemlich belastet. Ich musste das einfach loswerden, sonst werde ich noch verrückt!



Sonntag, 10. April 2011

A Story in my head


I walk this empty street on a boulevard of broken dreams...

Ich lief die Straße hinab, vorbei an Bars, Schaufenstern und Leuchtreklame die am Rande meines Blickfelds zu bunten Mosaiken verschwamm. Die Hände tief in den Taschen meiner alten Jeans, schlürfte ich den Weg entlang, den ich schon so oft zuvor gegangen war. Doch diesmal war alles anders, diesmal war ich allein hier.

"Pucker, Pucker, Pucker" Gleich wurde die Ampel grün. "3, 2, 1, 0!" Die Menschen strömten über die Straße, mir entgegen in Richtung Tempel Bar, dem Vergnügungsviertel in Dublin. Ich überquerte die Straße und lief auf die weiße Metallbrücke, die sich über die Liffey erstreckte. Ich blieb stehen und blickte auf den dunklen Fluss auf dessen Oberfläche sich das bunte Lichtmosaik spiegelte. Tränen liefen mir über die Wangen und ich musste mich am Geländer der Brücke festhalten. Dann,plötzlich wütend über meine eigene Dummheit, krallte ich mich so fest an das Geländer, dass meine Knöchel weiß hervortraten. "Du hättest es wissen müssen, du hättest von Anfang an bemerken müssen, dass er dich nicht liebt!" sagte die Stimme in meinem Kopf. Ich begann von neuem zu weinen und antwortete: "Sag mir wie hätte ich das erkennen sollen, so glücklich wie ich war? Wie hätte ich erkennen sollen, dass er mich belügt?"

Where's the love we once had? Is it all a lie?

Die Menschen, die an mir vorrüber gingen bemerkten mich nichteinmal, ich war ein Schatten unter Schatten. Einsam und allein.
Ich stand noch dort, als längst kein Mensch mehr unterwegs war, im Morgengrauen, und blickte auf den träge dahinfließenden Fluss. Jetzt war fast Ebbe und der Wasserstand ging merklich zurück.
Ich spürte weder den kalten Wind, noch die ersten Sonnenstrahlen.
Das einzige Gefühl, dass sich in meinem Körper ausbreitete war Trauer.

I'm still alive, but I'm barely breathing. Just prayin' to a god that I don't believe in...

Meine Augen sind gerötet, ich habe keine einzige Träne mehr übrig, ich habe sie in den letzten Monaten alle an ihn verschenkt.

Sonntag, 23. Januar 2011

Ich kann nicht schlafen...


...ohne dich!
Ich vermisse deine warme, weiche Haut neben mir und den regelmäßigen Atem.
Ich vermisse dieses komische Schnupfengeräusch, dass du im Schlaf von dir gibst und den Duft deiner Haut.
Ich vermisse es dir die Decke zu klauen und dich fast ausm Bett zu werfen.
Und ich vermisse deine Umarmung im Schlaf.
Ich vermisse das Gefühl, dass du neben mir liegst und deine langes, weiches Haar wenn ich mal wieder drauf liege.
Ich vermisse unsere Gespräche vor dem Einschlafen und den gute Nacht Kuss.
Und ich vermisse es neben dir aufzuwachen und mich ins Bad zu schleichen, während du noch schläfst.
Ich vermisse es, wie du mich im Arm gehalten hast wenn ich mal wieder geweint habe.
Und ich vermisse dich!

Donnerstag, 20. Januar 2011

..und dann ist es doch wieder schwer...

Im Moment vermiss ich einfach die Zuneigung, die Umarmungen, das nebeneinander Einschlafen und Aufwachen, den gute Nacht Kuss, ... und das is echt verdammt bescheuert!
Und ihn vermiss ich auch... irgendwie, nicht wie zuvor aber einfach die Nähe und Vertrautheit.
muss ich grade erstmal mit klar kommen, ist ja grade mal ne Woche her...

Gedanken nach dem Aufwachen...

Sonntag, 16. Januar 2011

Everybody's fine


Ich muss glaub ich mal wieder betonen, wie wichtig es ist miteinander zu reden, wie wichtig es ist auch mal rumzuheulen oder Wut abzulassen!

Denn jetzt ist wieder alles in Ordnung! Zwar werden die Wunden eine Weile brauchen um zu heilen, aber zumindest tut es jetzt nicht mehr so weh und mir ist wirklich hörbar ein Stein vom Herzen gefallen, als ich heute mit ihm gerdet habe. Zuerst war es nicht einfach, aber wenn man vorher schon solang befreundet war, dann gibt es immer einen Weg, einen Neuanfang zu wagen.
Und jetzt bin ich auch fast wieder glücklich! :)
Danke an alle die mich aufgemuntert, getröstet und ertragen haben. Danke an Diane, die mich hier in ihre Trennungsbewältigung miteinbezogen und andauernd mit Musik beschallt hat. Danke an Benny, Benni, Mama, Mumy, Elena, Frauke, Ari, Markus, Mario,... die mein Geheul ertragen haben. Danke an alle die in FB oder Kwick meine Launen ertragen haben.

DANKE! Ihr seid voll porno echt ;)
*alle umarmel*
Achja und Danke an den Verursacher des Problems, danke Alex dass wir das trotzdem geschafft haben!

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Life's never easy...

Leben ist nie einfach, man macht es sich nur einfacher.
Leben ist durchflochten von Fallstricken, Stolperfallen, Sackgassen – wie ein Labyrinth, bei dem es für jeden einzelnen nur einen einzigen richtigen Weg zum Ziel gibt. Du hast die Wahl: bleib in deiner Ecke sitzen, unverletzt, ohne einen Schritt im Labyrinth zu tun, wartend, dass das Leben zu dir kommt oder lauf drauf los, teste deine Grenzen, finde einen, deinen Weg durchs Dunkel. Ab und zu wirst du anecken, wirst schlimme Erfahrungen machen, vielleicht wirst du aufgeben, vielleicht landest du wieder am Ausgangspunkt, vielleicht erreichst du das Ziel nie. Aber wie sagt man so schön: „Der Weg ist das Ziel!“ Also nutze den Weg, sodass du am Ende deines Weges sagen kannst: „Ich habe mein Ziel, alles was ich wollte, erreicht. Ich habe GELEBT!“ Du wirst dich über ein volles Photoalbum an Erinnerungen freuen können, vielleicht waren sie nicht immer gut, aber sie haben dich an dein Ziel gebracht.

„Ich will, dass ihr mich versteht!...“

Wie oft habe ich mich mit diesem Rammstein-Zitat befasst, es auf mich bezogen, es verworfen und dann in veränderter Form wieder aufgenommen: „Ich wünsche mir, dass ihr versucht mich zu verstehen!“ Das in etwa ist es was ich zu meinem Lebensinhalt gemacht habe, über die Jahre. Vielleicht war das nicht immer gut, es hat mir oft meine Grenzen gezeigt, aber genauso oft hat es mir das Leben und den Bezug zu anderen Menschen vereinfacht, mich ein Stück auf meinem Weg weiter gebracht. Ich versuche mich nicht zu rechtfertigen, mein Leben und Handeln nicht erklären zu müssen. Ich will nicht, dass ihr alles gut heißt was ich mache, will nicht dass ihr alles akzeptiert was ich anstelle, aber ich will ehrlich zu euch sein, ich will dass ihr mich kennt so wie ich bin (und das ist bei meiner selbstgewählten multiplen Persönlichkeit nicht immer einfach) und ich will, dass ihr mich als Mensch akzeptiert.

Life’s never easy…

Wie oft habe ich das schon zu spüren bekommen? Bin in einem Anfall von überdosiertem Ehrgeiz einfach in das Labyrinth gerannt, über Stolperdrähte, Steine, mit dem Dickkopf durch Mauern hindurch und erst im Nachhinein, wenn ich zurück und an mir selbst herab blicke, bemerke ich die Zerstörung, die ich hinterlassen habe, was ich anderen zerstört und wie sehr ich mich selbst dabei verletzt habe.

Wenn ich aber so in meinem Photoalbum zurück blättere, überkommt mich eine gigantische Welle von Gefühlen, nicht immer sind sie positiv, aber insgesamt sind sie stark genug um mich immer wieder vom Aufgeben abzuhalten, mich ein Stück weiter zu tragen.
Ich wünsche euch ein ebensolches Photoalbum, vielleicht eines in dem ich als positive Erinnerung erscheine, wenn nicht, ich hoffe es ist noch nicht zu spät das zu ändern.