Und wenn du den Eindruck hast, dass das Leben Theater ist,

dann such dir eine Rolle aus, die dir so richtig Spaß macht.

William Shakespeare

Dienstag, 30. September 2014

Süß wie Honig

So mancher Moment ist geschaffen um bewahrt zu werden.
Bewahrt in einem Einmachglas aus Fantasie,
bewahrt in einer Schatzkammer aus Gedanken in meinem Geist.

Immer wieder hinab zu gehen in die Tiefe,
allein oder zu zweit,
Gläser heraus zu nehmen und anzusehen,
neue zu befüllen oder tief in einem zu versinken.

Den Staub herab zu pusten, von denen, 
die ganz hinten im Regal stehen,
fast vergessen, fast verblasst.

Doch unauslöschbar.
Lächeln auf Lippen zaubernd.

Warm wie Sonnenstrahlen

So süß wie Honig


Erinnerungen.

Dienstag, 16. September 2014

Eine Malerei in Worten

Blau, grau und weiß mischen sich die Farben der Wolken am Himmel,
türmen sich auf zu luftigen Gebilden, Schlössern aus Nebel und Dampf.
Der Pinsel streicht herab, wie Sonnenstrahlen durch die Wolken.
Neue Farben erscheinen mit jedem Pinselstrich.
Saftig grüne Wiesenhügel, waldig dunkelgrüne Anhöhen im Morgennebel.
Tau glitzert auf den Halmen und Blättern,
tropft herab von den Ästen einer nahen Eiche in einen sprudelnden Bach.
Fließt vorbei an Farn und Moos und Fels.

Eine bleiche Hand, der Finger zarte Glieder noch so jung, schwebt auf des Frühlings Fluten.
Ein weißes Kleid umschwebt ihren feenhaften Körper, ihr langes Haar umrahmt ihr einst so lebensfrohes Angesicht.
Die vollen Lippen, blau wie der Himmel über ihr.
Und in den leeren Augen spiegeln sich die Wolken.
Leblos treibt sie da im Bache
und dennoch ist sie nicht ohne Leben.
Eine Libelle thront als Diadem ihr auf der Stirn
und kleine Fische bewohnen ihr Gewand.
Der Kopf, der einst von Mädchenträumen voll, wird nun belebt von Molchen,
die ihr Nest darin gebaut.
Und um sie her, da treiben Blüten auf der Flut.
Die letzten Gaben, die ihr der Geliebte mit auf die Reise gab.
Lilien, ihrer Reinheit Ebenbild.
Storchenschnabel, ihr zu Ehren.
Und Rosenblüten, für jeden kühn gestohl'nen Kuss eine.

Vorbei treibt sie mit ihrem Gefolge aus Getier und Blüten, vorbei an Wiese, Wald und Fels.
Und ward nie mehr geseh'n.


Wer ein paar Beispiele für Ophelia-Malerei sehen möchte, der klicke hier.

Dienstag, 9. September 2014

Gedanken zur Nacht - wenn die Fantasie dich nicht mehr los lässt. Teil 5

Meine Arme und mein Kopf schmerzen. Mir ist furchtbar schlecht, sodass ich mich am liebsten übergeben möchte und mein Mund ist trocken. Kurz, ich fühle mich so elend, als hätte ich eine ganze Nacht durch in den Tavernen gezecht. Dann fällt mir ein, dass ich in keiner Taverne gewesen sein konnte. Bevor ich die Augen öffne, taste ich mit meinen anderen Sinnen die Umgebung ab.
Es ist ganz ruhig, nur von fern hört man den Regen, der gegen ein Fenster prasselt und dazwischen ein gleichmäßiges Geräusch das ich noch nicht zuordnen kann. 
Die Luft um mich herum riecht staubig und abgestanden, nach Schlaf, Schweiß und etwas metallischem. Und irgendwo darunter verbirgt sich ein erdiger Duft, der mich an Herbstnebel in den Wäldern erinnert. Ich atme tief ein. 
Ich fühle dir Wärme des Bettes, die weichen Kissen und Decken. 
Dass es mir vor wenigen Sekunden noch richtig schlecht ging, ist fast vergessen. 
Ich drehe mich etwas zur Seite und strecke mich. Der erdige Duft nimmt zu und da ist noch etwas warmes. Meine Hände tasten danach. Tasten. Bis...

Ich erschrecke fast vor meinem eigenen Schrei. Die Bettdecke neben mir hatte sich bewegt! Ich reiße die Augen auf und zucke unwillkürlich zurück. Neben mir liegt ein Mann im Bett! Und er grinst. Es dauert einen Moment bis ich mich wieder erinnere, wo ich bin, dass der Mann Thierry heißt und was in der vergangenen Nacht geschehen war.
"Na, ausgeschlafen?" fragt er, immer noch grinsend.
Ich nicke langsam und frage mich in Gedanken, wie um alles in der Welt ich in diese unschickliche Lage gekommen sein könnte.
Er scheint meinen Blick lesen zu können, denn sein Grinsen wird breiter, als er sagt: "Du fragst dich sicher, was wohl geschehen sein könnte, dass wir beiden hier zusammen in einem Bett aufwachen. Die Sache ist ganz einfach. Wir beiden haben einen Vertrag, den du dadurch eingegangen bist, dass du soeben die Messe verschlafen hast. Was mir das Recht gibt, von dir Dinge zu verlangen, was und wann immer ich will. Wobei, du hast dich ja auch heute Nacht schon als recht nützlich erwiesen." Ein anzügliches Lachen folgt seinen Worten. Der vorletzte Satz klingt wieder erstaunlich kalt und berechnend. Forschend sieht er mich an.
Sein Blick fühlt sich an, als würde er mir die Kleider ausziehen, doch als ich an mir herabblicke trage ich noch immer sein altes Hemd, das nun mit roten Flecken übersäht ist.

Ungläubig starre ich ihn an. In meinem Kopf schwirren die Gedanken. Ein Blick aus dem Fenster sagt mir, dass es schon weit nach Mittag sein muss. Die Messe hatte ich definitiv verpasst. Doch irgendetwas an seinen Worten stört mich. Was hatte ich getan? Und woher kam das Blut? Ich erinnerte mich nur noch daran, wie ich aus dem Fenster gesehen hatte um herauszufinden, warum mein Gastgeber des Nachts verschwand. Dann musste ich wohl eingedöst sein. Das mit dem Vertrag ist nun wohl nicht mehr zu ändern, vorerst. Dennoch will ich wissen woran ich mich nicht mehr erinnere.
"Was ist geschehen? Woher kommt das Blut und wo wart ihr, entschuldige, warst Du heute Nacht?"

 "Wie schon erwähnt, ich hatte einiges zu erledigen Vorbereitungen zu treffen und dergleichen. Dabei gab es einen kleinen, unbedeutenden Zwischenfall, der mich etwas entkräftet hat. Als ich zurückkehrte hast du mich rührend umsorgt, während ich ein kleines Nickerchen vorgetäuscht habe. Du hast mir die Kleider ausgezogen und mir das Blut vom Körper gewaschen..." Da erst wurde mir seine Nacktheit unter der Decke bewusst und ich spürte förmlich das Blut in meine Wangen schießen. Verlegen sah ich an ihm vorbei aus dem Fenster. Da war es wieder, das Grinsen. "...du hast mich ins Bett gelegt und Kräuter aus deiner Tasche geholt um dir die Kratzer und Blutergüsse auf meiner Haut vorzunehmen. Doch du musstest feststellen, dass sie schon von selbst verheilt waren. Ich konnte förmlich riechen, wie du immer panischer wurdest und überlegt hast, was mit mir nicht stimmen könnte." Eben jene Panik scheint gerade wieder in meine Adern zu kriechen, denn ich erinnere mich nun wieder was darauf gefolgt war. Auch er scheint sich zu erinnern. Blitzschnell reagiert er auf meine Fluchtgedanken, wirft mich zurück aufs Bett und hält mich auf die Matratze gedrückt fest. Ich versuche mich zu befreien, doch erfolglos. Wie Schraubstöcke liegen seine Hände um meine Handgelenke und ein Unterschenkel hindert mich daran meine Beine zu bewegen. Sein Oberkörper berührt den meinen nicht, doch sein Gesicht ist mir so nah, dass ich die Äderchen in seinen Augen sehen kann. Er neigt den Kopf leicht nach links und haucht mir ins Ohr:  "Nicht doch! Du weißt doch inzwischen, dass du mir nicht entkommen kannst Alara. Ich will dir doch nicht weh tun müssen. Denk an unser Gespräch letzte Nacht,... als du versucht hast dich davon zu schleichen weil du dachtest ich schliefe. Und ich dich zurück holen musste..."
Ich erinnere mich in der Tat plötzlich wieder lebhaft an die Situation und werde rot. 
Ehe ich noch die Tür erreicht hatte, stand er schon davor und fragte mit sehr süßlicher Stimme, wohin ich denn zu gehen gedachte. Ich nahm all meinen Mut zusammen und schrie ihm ins Gesicht, dass er mir keine Angst mache und dass ich nach Hause gehen würde und er sich seinen Vertrag sonst wo hin schieben könne. Daraufhin hatte er lediglich gelacht, mich um die Hüfte gepackt und mit einer Leichtigkeit, als sei ich ein Kissen, aufs Bett zurück geworfen, auf dem er gerade noch scheinbar schlafend gelegen hatte. Mit einer Seelenruhe hatte er dann begonnen meine Arme und Beine an die Bettpfosten zu fesseln und mich zu knebeln, da ich immer noch lauthals schrie. "Nur zu deinem Besten!" hatte er dann gesagt und sich amüsiert dreinschauend neben mich gesetzt, während ich zwischen Panik und Wut vergeblich mit den Fesseln kämpfte. Als ich dermaßen erschöpft war, dass ich nur noch keuchend da lag, löste er die Fesseln und den Knebel und begann zu erzählen:

"Meine Familie, die Beaulacs, waren schon immer etwas,... sagen wir... anders. Wir waren schon immer wohlhabend, schon immer neugierige Forscher und schon immer hatten wir ein gewisses Talent dafür uns in Schwierigkeiten zu bringen. So auch mein Urahn Baltasare Castillo de Beaulac, der den italienischen Zweig der Familie in Genua vertrat und 1578 dort geboren wurde. Kurz gesagt er legte sich mit den falschen Leuten an, die seinen Geschäften im Weg standen und bekam zum Dank eines Abends im Winter des Jahres 1611 besuch von einer schönen, jungen Frau, die sich ihm für eine Nacht zum Kauf anbot. Baltasare war bei Weitem kein Kostverächter, was übrigens auch in der Familie liegt, und so verbrachte er die Nacht mit ihr. Am nächsten Morgen war sie verschwunden, doch was blieb war ein Fluch, schlimmer noch als alles, was Baltasare oder meine Familie je zuvor zu ertragen gehabt hatte." An dieser Stelle machte er eine Pause und sah mich durchdringend an. Er machte mir Angst, das war nicht zu bestreiten, doch die Neugier obsiegte an dieser Stelle. Ich hatte doch von Anfang an gewusst, dass er irgendetwas verbirgt. Als er sich sicher war, dass er meine volle Aufmerksamkeit hatte, fuhr er fort: "Die schöne Frau war, wie du dir vielleicht denken kannst, ein Hexe. Sie belegte meine Familie mit einem Fluch, der uns zu Außenseitern der Gesellschaft werden ließ. Zu Animora. Ein Animorus ist ein Mensch, der sich in ein bestimmtes Tier verwandeln kann, welches das ist, bestimmen die Charaktereigenschaften desjenigen. Jedoch kann er sich nicht einfach so verwandeln, sondern es passiert mehr oder weniger plötzlich in einem Moment, wenn man von starken Gefühlen beherrscht wird. Das heißt, wenn du sowieso schon heißblütig bist oder deine Gefühle oft mit dir durchgehen, dann ist es besser sich von anderen Menschen fern zu halten um nicht in Erklärungsnöte zu kommen. Über die Jahre hinweg wurden die Mitglieder meiner Familie also zu Nomaden, Einsiedlern und Gejagten. Seit vielen Generationen jedoch üben sie sich in der Selbstbeherrschung und lernen den Fluch zu kontrollieren und für ihre Zwecke zu nutzen. Inzwischen sind wir darin richtig gut, doch noch immer leben viele von uns zurückgezogen und gehen selten unter Menschen. Denn die tierischen Triebe nehmen uns trotzdem oft genug in Besitz. Ach und noch etwas bringt der Fluch mit sich: äußere Frakturen heilen verdammt schnell. Knochenbrüche und dergleichen in wenigen Tagen."
Ich konnte nicht glauben, was ich da hörte. Und dennoch hatte ich jedes Wort eingesogen, hatte gespannt seiner Familiengeschichte gelauscht. Ich fragte ihn nach seinem Animorus.
"Ich bilde eine der wenigen Ausnahmen. Manchmal ist es der Falke, manchmal der Rabe. Das ist äußerst selten, aber nicht unmöglich." Er ein paar flatternde Bewegungen und begann dabei zu lachen, als er plötzlich das Gesicht vor Schmerz verzog und auf seinen Brustkorb deutete: "Verdammt! Ich fürchte da sind doch ein paar Rippen angebrochen. Kannst du mal danach sehen?" 
Ich kniete mich neben ihn und tastete vorsichtig über seinen Brustkorb.
"Tatsächlich. Zwei auf der linken und eine auf der rechten Seite sind angebrochen, der Rest ist nur geprellt, was aber oftmals mehr weh tut. Da musst du wohl oder übel ein paar Tage im Bett liegen bleiben und..."
"Mit dir gern!" Er zwinkerte mir zu, ich sah schnell woanders hin. "Doch es gibt noch eine andere Möglichkeit mit der wir die Heilung beschleunigen können."
"Und die wäre? Mir fehlt leider die Erfahrung mit Animora."
"Du gibst mir etwas von deiner Kraft, dann heile ich im Schlaf und bin morgen wieder wie neu."
"Von meiner Kraft? Wie soll das gehen? Ich kann dir ja schlecht ein Stück abschneiden."
"Naja genau genommen gibt es da mehrere Wege... Also entweder..." er nahm meine Hand in die Seine, "...du lässt mich dein Blut trinken..." ich schüttle angewidert den Kopf, während er mich näher zu sich heranzieht "...oder ich nehme mir die Kraft auf angenehmere Art und Weise." Er zog mich auf seinen Schoß, sein Gesicht nah an meinem. 
"Und welche wäre das?" flüsterte ich, wobei mir langsam klar wurde, worauf das hinaus lief. Und es begann mir immer weniger etwas auszumachen.
Er ließ die Frage verbal unbeantwortet. Stattdessen spürte ich unter der Decke, die seinen Körper bis zum Bauchnabel bedeckte und die das Einzige war, dass, außer seinem alten Hemd, unsere Leiber voneinander trennte, die Antwort in ausführlicher Länge. Hitze steigt in mir auf und ich spüre auch in mir die Erregung des Augenblicks.
In seinen Augen spiegelten sich Sehnsucht, Hunger und Verlangen. Aber auch etwas, das wie eine Frage aussah. Als würde er mich fragen, ob ich es auch wirklich wollen würde.
Wie er da so unter mir lag, kraftvoll und männlich und versucht sich zu beherrschen und mich noch immer am Arm hielt, als ob ich mich jeden Moment in Luft auflösen könnte, da war jeder Zweifel wie weggewischt. Ich wusste was er war, ich wusste was er von mir wollte und all die Angst davor war mit einem Mal ertränkt in Gedanken, die nicht mehr meinem Verstand entsprangen, sondern meiner Vagina.
Um meiner Zustimmung Ausdruck zu verleihen, begann ich langsam meine Hüften zu bewegen, als wolle ich tanzen. Ich beschrieb mit ihnen eine liegende Acht direkt über seinem Glied. Durch die Bewegung massiert wurde er immer härter und ich konnte spüren, wie er versuchte sich unter der Decke aufzurichten. Doch ich ließ ihm keine Chance. Immer weiter ließ ich meinen Hintern, mein gespreizten Schenkel darüber gleiten. Die Decke dazwischen wurde langsam feucht und warm.
Während der ganzen Zeit ließ ich ihn nicht aus den Augen. Oder vielmehr er ließ mich nicht aus den Augen. Sein Blick hielt mich gefangen und ich versank darin, unerbittlich, kompromisslos. Ohne den Blick zu senken nahm er eine meiner Hände und führte sie an seine Lippen. Warm und weich begannen sie meine Fingerspitzen zu liebkosen, zu küssen. Dann öffnete er sie leicht und fing an sie mit der Zunge anzustupsen, sanft zu lecken, sodass mit bei jeder Berührung ein Schauer den Arm hinauf und am Rücken wieder herab lief. 
Ich bekam meine andere Hand frei und führte sie an meine Brüste, die sich üppig unter dem bereits leicht verrutschten Hemd abzeichneten. Durch den Stoff begann ich sie zu massieren, knetete die weichen Rundungen, spielte mit den bereits hart gewordenen Nippeln und sah dabei zu wie Thierrys Selbstbeherrschung dahin schwand. Ich musste grinsen. Dann gab ich ihm mit meiner Hüfte einen leichten Stoß.
Das war wohl zuviel für ihn. 
Er warf mich herum und wie ein Falke, der seine Beute lange genug beobachtet hatte, stieß er auf mich hinab. Küsste meine Lippen mit einer Härte, die an Gewalt grenzte. Zwang sie mit seiner feuchten Zunge sich zu öffnen. Mein Herz begann zu rasen und ich rang nach Luft. Dann waren seine Lippen, seine Hände plötzlich überall. Er bedeckte mich mit Küssen, leckte an meinen Ohrläppchen, meinen Fingern. Streichelte jeden Zentimeter meiner Haut, den er erwischen konnte. Er schob das Hemd dabei nach oben über meinen Kopf, sodass ich weder sehen, noch meine Arme bewegen konnte, und befestigte es am Bettpfosten. Von meinen Fingerspitzen streichelten seine Hände, gefolgt von Küssen, über meine Arme, herum um die Brüsten, an den Flanken entlang bis zu den Innenseiten meiner Schenkel.
Schauer über Schauer durchliefen meinen Körper wie Wellen, die sich am Strand brechen. Und wie Wellen folgte mein Körper in seiner Bewegung, streckte sich ihm entgegen. 
Inzwischen lagen seine Hände an meinen Rücken, direkt oberhalb der Pobacken und liebkosten die Stelle durch leichten Druck und sanftes Streicheln. Gleichzeitig hatte er meine Schenkel auseinander geschoben und war dazwischen verschwunden. Allein die erste Berührung seiner Zunge ließ mich hörbar heftig einatmen. Was dann kam lässt sich kaum in Worte fassen, denn mein Verstand war wie ausgeschaltet und es fühlte sich an, als hätte jemand in meinem Schoß ein Feuer entfacht, dass mich nun Stück für Stück verzehren würde. 
Seine Zunge erforschte meine Schamlippen, drang ein in meine Vagina und stieß immer tiefer vor, bis sie ihr Ziel erreicht hatte. 
Ich wand mich unter den Berührungen hin und her, keuchte auf und krallte mich im Kissen fest, so sehr, dass es aufriss und die Federn überall hin flogen. Da ich jedoch nichts sehen konnte, spürte ich nur ihren weichen Flaum auf meiner mit Schweißperlen übersähten Haut. 
Plötzlich hörten die Berührungen auf. 
Ich spürte einen Luftzug und wie Thierry vom Bett stieg. Angespannt lauschte ich, neugierig und mit klopfendem Herzen. Er ging durch den Raum, öffnete vermutlich die Kommode und nahm etwas heraus. Dann kam er wieder zum Bett. Was wohl als nächstes passieren würde? Ich fröstelte leicht. 
Ich hörte, wie er etwas trank und mir dann ebenfalls die Flasche an die Lippen hielt. Der erste Schluck brannte in meinem Hals und war rauchig und herb. Beim zweiten war eine leichte Karamellnote herauszuschmecken. Ich behielt den Whiskey einige Momente im Mund bevor ich ihn ganz herunterschluckte. Dann hörte ich, wie er die Flasche auf dem Boden abstellte.
Als ich schon den Mund öffnen wollte, um ihn zu fragen, was er wohl als nächstes zu tun gedachte, waren seine Lippen wieder auf den meinen, seine Hände streichelten meine Brüste, meinen Bauch, meine Hüften, meinen Schambereich. Ich genoss gerade die Berührung, als er ohne jegliche Vorwarnung in mich eindrang. Ich schnappte nach Luft. Ein kurzer Schmerzensschrei meinerseits, gepaart mit Überraschung und Lust. 
Dann begann er auch schon in langsamen Bewegungen sein Glied in mich hineinzustoßen. Ich folgte seinem Rhythmus, indem ich mich ihm entgegen streckte und wieder entzog. 
Jeder Stoß ließ in mir kleine Feuerwerke explodieren, jede Berührung ein Funkenregen auf meiner Haut.
Er drang so tief in mich ein, dass ich dachte, er würde mich bald ganz ausfüllen. Ich schrie, schrie alles heraus, die ganze Lust, die er mir bereitete und fühlte wie meine Kraft sich auf ihn übertrug.
Und noch während wir beide in höchster Extase schwebten, wechselte er die Position, sodass ich plötzlich vor ihm kniete und er mir seinen Schwanz von hinten in die Vagina stoßen konnte, während seine Hände meine Brüste kneteten.
Und dann, von einem Moment auf den anderen schien mein Innerstes zu explodieren und ich wurde von einer Welle aus Hitze davongespühlt. Fühlte, wie ich zerfließe, hörte uns schreien und spürte seine Fingernägel, wie sie sich in mein Fleisch gruben.
Dann wurde alles dunkel.

Er sieht mich an. Sieht genau, dass ich gerade noch einmal die vergangene Nacht durchlebt habe. Doch anstatt zu grinsen und anzügliche Bemerkungen zu machen, lässt er meine Handgelenke los, befreit mich auch von seinem Oberschenkel und nimmt er mich in den Arm, wie etwas sehr zerbrechliches.
Ich bleibe sprachlos. Er streichelt mir über den Kopf, drückt mich an sich.
"Du bist mein!" flüstert er, "Du gehörst mir. Und ich werde alles dafür tun, dass du bei mir bleibst."
Er macht eine kurze Pause, in der ich nur mein Herz schlagen höre, viel zu schnell. Mein Körper hat sich ihm längst ergeben und nun scheint mich auch mein Herz  zu verraten.
"Verstehe mich nicht falsch, du darfst gehen wohin du willst. In deinem Haus leben, wenn du willst. Aber du bist von nun an an mich gebunden und wenn ich dich rufe, wirst du da sein."
Und dann öffnen sich meine Lippen und erwidern seine Worte mit einem Kuss, besiegeln den Bund.
"Ja ich will. Ich will dir treu ergeben sein. Ich will dich." 

Dienstag, 2. September 2014

Gedanken zur Nacht - wenn die Fantasie dich nicht mehr los lässt. Teil 4

Auch wenn ich mich inzwischen einigermaßen sicher fühle, so rätsle ich noch immer, was dieser kalte Blick zu bedeuten hatte. Noch immer läuft es mir, beim Gedanken daran kalt den Rücken herunter. Seine Augen hatten zurück gestarrt, als hätte man ihnen jegliche Menschlichkeit genommen. Als wäre innerhalb von Sekunden ein ganz neuer, gefühlskalter Abklatsch von Thierry in der Tür gestanden.

Nachdem ich noch etwas geruht habe und mich nun auch körperlich besser fühle, als noch vor wenigen Stunden, sitze ich nun wieder mit einigen Kissen im Rücken im Bett und sehe aus dem Fenster in den Garten. Es regnet immer noch in Strömen und das Laub, das die Kieswege des riesigen Anwesens bedeckt glänzt nass im nachmittäglichen Zwielicht. Beim Blick in Richtung Himmel fällt mir auf, dass ich gar nicht weiß, wie lange ich schon hier bin und ich beschließe meinen Gastgeber baldmöglichst danach zu fragen. 
Während ich so aus dem Fenster starre und den Bäumen zusehe, wie sie ihre letzten Blätter abwerfen, wird mir klar, wie sehr ich Hunger habe und auch mein Magen macht sich laut knurrend bemerkbar.
Vielleicht ist das ein guter Zeitpunkt um aufzustehen, denke ich so bei mir, als sich bereits die Tür öffnet und Thierry mit einem schwer beladenen Tablett in den Händen hereintritt.
"Oh! Kannst du Gedanken lesen?" Ich bin angenehm überrascht und auch etwas verwundert. Hatte mein Magen etwa so laut geknurrt?
Ein seltsamer Ausdruck huscht über sein Gesicht, nur für den Bruchteil einer Sekunde, dann fängt er breit an zu grinsen. Er stellt das Tablett auf einen kleinen Tisch, den er neben das Bett gerückt hat und meint: 
"Natürlich nicht, aber ich dachte mir, wenn du seit drei Tagen keine feste Nahrung mehr zu dir genommen hast, dann musst du ja sterben vor Hunger!"
"Da hast du Recht! Ich komme um vor Hung... Moment.... heißt das ich bin schon seit drei Tagen hier?" Das würde bedeuten, dass heute Samstag war und wenn ich morgen nicht in der Messe erscheinen würde, wäre mein Anspruch auf das Haus dahin. Als alleinstehende, elternlose Frau gab es in diesem Dorf Regeln, die man besser einhielt, wenn man nicht auf der Straße oder in einer Zwangsehe enden wollte. Dazu gehörte der regelmäßige Besuch der Messe und ein möglichst tadelloses Verhalten im Allgemeinen. Da ich als Kräuterheilkundige schon einen gewissen Ruf anhaften hatte, der nur von einigen der einflussreicheren Frauen im Dorf, die mich regelmäßig aufsuchten, relativiert wurde, musste ich jede Gelegenheit nutzen, nicht aufzufallen. Kurz: Ich musste morgen früh um jeden Preis in die Messe.
Er musste meinen leicht panischen Blick aufgeschnappt haben, denn zwischen seinen Augen bildete sich eine sehr steile Falte und er legte den Kopf leicht schräg, bevor er zu sprechen begann:
"Stimmt irgendetwas nicht? Brauchst du noch etwas?"
Mein Blick wandert über das Tablett, auf dem sich Käse, Früchte, Brot und Schinken türmen. Auch eine Karaffe mit Wein steht dabei. Doch mein Blick fällt aus dem Fenster und wandert weiter zum Zaun und dem Wald dahinter. In der Ferne kann man den Kirchturm des Dorfs erahnen. Ich atme tief ein und beginne zu erzählen, nur unterbrochen von einem gelegentlichen Nicken Thierrys und dem Knurren meines Magens. Ich erzähle von meinen Eltern und ihrem Tod, meiner Arbeit und den Problemen die sie mit sich bringt, von den Regeln im Dorf und meiner heiklen Situation. Auch von meinen Patienten erzähle ich und meinem schlechten Gewissen, dass ich sie seit drei Tagen nicht besuchen konnte und inzwischen sicher schon jemand bei meinem Haus war um nach mir zu sehen. Als ich geendet habe, sieht er mich nachdenklich an. Dann nimmt er meine Hand und sieht mir in die Augen:

"Alara, dir muss klar sein, dass du noch nicht wieder bereit bist um in deinen Alltag zurückkehren zu können. So ein Schlag auf den Kopf, kann mitunter noch nach Wochen gefährlich sein. Deshalb kann ich dich nicht einfach so gehen lassen. Aber ich lasse mir etwas einfallen, damit du nicht in Schwierigkeiten kommst. Und jetzt iss endlich etwas, das Knurren deines Magens ist ja schon nicht mehr menschlich. Ich komme mir vor, als sein ich unter die Wölfe gekommen!"
Er grinst und ich muss unweigerlich mitgrinsen. Er strahlt so eine Ruhe und Gelassenheit aus, was sich irgendwie auch auf mich überträgt, dass ich mich tatsächlich ohne einen weiteren Gedanken an meine Lage zu verschwenden augenblicklich auf das Tablett stürze und eine ganze Weile lang genüsslich essend da sitze. Er sitzt derweil neben mir auf der Bettkante und blickt gedankenversunken aus dem Fenster. 
Als ich den letzten Bissen Brot verschlungen habe, lehne ich mich träge zurück in die Kissen und blinzle schläfrig vor mich hin. 
Noch immer blickt Thierry aus dem Fenster in den Regen, der den verwilderten Garten inzwischen in einen Sumpf verwandelt hat. Als er bemerkt, dass ich ihn beobachte, reist er seinen Blick los, sieht mich an und meint schlicht: "Ich habe einen Plan. Komm mit!" 
Er springt auf. 
Überrascht und etwas genervt, weil ich gerade am liebsten wieder schlafen würde und mein Kopf doch noch sehr schmerzt, bleibe ich sitzen.
"Dir ist schon bewusst, dass ich zum einen verletzt bin und zum anderen noch immer nur dein Hemd trage?"
"Ja, ist es." Er grinst spitzbübisch.
"Thierry de Baulac, ich finde das gar nicht komisch! Deine Ehrbarkeit steht ja nicht auf dem Spiel!"
Er grinst inzwischen von einem Ohr zum anderen. Was er wohl vor hat?
"Darum geht es doch gerade. Wir machen dich zu einer ehrbaren Frau, die ihr Haus behalten darf und ihre große Klappe."
Entgeistert sehe ich ihn an. Er muss den Verstand verloren haben.
Dann dämmert mir etwas.

Das kann nicht sein.

Das darf nicht sein!

Mir wird ganz anders.

Will er mich etwa heiraten?

Ich bin doch unter seinem Stand!

Unter seiner Würde!

Ich wäre nichts weiter als eine Hure in den Augen von Seinesgleichen und auch nichts Besseres in denen der Dorfbevölkerung. Allein der Gedanke schockiert mich. Wie kann er so etwas überhaupt in Erwägung ziehen? 
"Nein! Ich sage nein! Das kannst du vergessen!"

"Was kann ich vergessen?" Er sah mich belustigt und irritiert zugleich an.

"Ich werde dich nicht heiraten!" 


Für einen Moment herrscht Schweigen, während über sein Gesicht allerlei wunderliche Ausdrücke huschen. Letztlich behält es einen äußerst amüsierten Ausdruck bei, bevor er sich nicht mehr halten kann und vor Lachen fast vom Bett kippt.
"Heiraten!?" er prustet los. "Heiraten? Wie kommst du denn auf die absurde Idee?" er sieht mich verständnislos an obwohl ihm das Grinsen noch immer ins Gesicht geschrieben steht.
So langsam kommt die Nachricht auch bei mir an, was ich daran bemerke, dass mir plötzlich ziemlich warm wird und mein Gesicht die Farbe von reifen Erdbeeren annimmt.
"Ähm, äh...!" stottere ich. Mir fehlen die Worte. Also klappe ich den Mund wieder zu, ich komme mir auch so schon dämlich genug vor.
Ich merke wie er sich sichtlich beherrschen muss nicht erneut loszulachen, während ich mich am liebsten unter der Bettdecke verstecken will.
"Entschuldige," sagt er dann, "ich wollte dir doch den Plan erklären. Also Folgendes: Ich kaufe dein Haus und du bezahlst mir monatlich das Geld als Miete wieder zurück. Dafür darfst du lebenslänglich darin wohnen, aber offiziell ist es nicht in deinem Besitz. Sobald du einmal verheiratet bist und Kinder hast, können dein Mann oder ein männlicher Erbe das Haus mit der verbliebenen Summe zurückkaufen. Von Seiten des Geldes hat also keiner einen Nutzen an  dem Geschäft, aber du kannst so lange du möchtest, also auch allein, in dem Haus wohnen bleiben, ohne dass dir die Dorfräte etwas anhaben können."
Ich kann nicht glauben, was ich höre. Der Plan ist schlichtweg genial, denn zur Miete zu leben ist uns alleinstehenden Frauen erlaubt. Ich kann mein Glück kaum fassen. 
Dennoch, etwas misstrauisch bin ich schon. Was springt für ihn dabei heraus?
"Das tust du doch nicht aus reiner Nächstenliebe, oder? Was willst du wirklich dafür?"
Er sieht mich an. 
Einen Moment lang sieht es so aus, als würde er gar nicht antworten. Dann, ganz plötzlich sind seine Lippen ganz nah an meinem Ohr, sein warmer Atem streicht über meinen Nacken, sodass mir sofort sämtliche Härchen zu Berge stehen. Mir schlägt das Herz bis zum Hals, als er mir ins Ohr haucht:
"Was ich will? Ach, stell dich doch nicht dumm. Du weißt es doch schon, seit du im Wald vor mir davonlaufen wolltest." Er lacht leise. Nun schleicht sich doch wieder die Angst in meine Glieder zurück. "Ganz einfach, ich will dass du mir zur Verfügung stehst, wann immer ich dich brauche. Egal wann!" Den letzten Satz betont er, indem er meinen Kopf in beide Hände nimmt und mein Kinn sanft aber bestimmt nach oben drückt, sodass ich ihn ansehen muss. Inzwischen hämmert mein Herz so laut, dass ich meine, es müsse mir aus der Brust springen. Und ich fühle, wie meine Hände zittern, doch zwischenzeitlich bin ich nicht mehr sicher, ob es wirklich Angst ist, die mich umtreibt, oder etwas anderes. 
"Du hast die Wahl, du kannst den Vertrag eingehen oder weiter leben wie bisher, mit der Angst der Willkür einer Dorfgemeinschaft ausgeliefert zu sein. Nichts würde sich für dich ändern. Und ich würde dich nicht weiter belästigen." Dann küsst er meine Lippen, sodass es fast weh tut, steht auf und geht auf die Tür zu. Im Gehen dreht er sich noch einmal um und sagt wieder in seiner ungewöhnlich kalten Stimme: "Entscheide dich. Ich werde nun die Vorbereitungen treffen, doch du solltest nun schlafen, wenn du morgen zur Messe willst."
Dann schließt er unsanft die Tür.

Noch immer schlägt mir das Herz bis zum Hals. Auf der einen Seite bin ich wütend und habe Angst vor dem was er von mir verlangen könnte. Auf der anderen Seite wünsche ich mir schon so lange nicht mehr vor diesen alten Männern im Dorf kriechen zu müssen um meinen Besitz zu verteidigen. Einmal ganz abgesehen davon, dass mein Körper im Moment noch ein paar andere Gründe aufzählen könnte...
Mir schwirrt der Kopf. Zuerst die Verletzung, dann der Wein und nun das hier.
Ich steige aus dem Bett und gehe zum Fenster. Mit etwas sanfter Gewalt lässt es sich öffnen.
Ein kalter Wind weht mir entgegen. Inzwischen hat der Regen aufgehört und es ist dunkel draußen, sodass der Mond den Garten beleuchtet. Ich lehne mich auf das Fensterbrett und starre in die Schatten. 

Dann, plötzlich sehe ich eine Bewegung im Augenwinkel. Eine Tür im Untergeschoss schwingt auf und ein Schatten tritt heraus. Thierry. Ich erkenne ihn von weitem, denn sein nackter Oberkörper leuchtet verräterisch im Mondlicht. Was er wohl schon wieder dort draußen tut? Er ist doch kaum eine halbe Stunde zuvor aus dem Zimmer gestürmt. Und warum trägt er schon wieder kein Hemd? Ich beobachte wie er den Garten durch ein Tor in der Mauer am Wald verlässt. Dann ist wieder alles ruhig. 
Ich starre weiterhin auf den Punkt, an dem er verschwunden ist und warte.

Ich warte lange.

Nur ein oder zweimal durchbricht eine Eule oder ein Kauz die nächtliche Stille aus Blätterrauschen, Rascheln und Wind. 

Zwischenzeitlich fallen mir auch schon fast die Augen zu vor Müdigkeit.

Tatsächlich muss ich kurz weggedöst sein, denn plötzlich werde ich durch ein lautes Krachen geweckt.

Zu Tode erschreckt drehe ich mich vom Fenster weg zur Tür. Ich hatte gar nicht mitbekommen, dass er zurück gekehrt ist.
Als sich meine Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben, stockt mir für einen Moment der Atem.
Es ist tatsächlich Thierry, doch er sieht furchtbar aus. Sein dunkles Haar hängt in Strähnen herab, sein Gesicht ist verzerrt und überall am Körper klebt Blut.
Er keucht etwas, doch ich kann es nicht verstehen. Also löse ich mich aus meiner Starre und stürze zu ihm hinüber. Gerade noch rechtzeitig, denn er droht seitlich weg zu kippen. Ich hieve ihn aufs Bett. Noch einmal keucht er etwas. 
Etwas das sich bei genauerem Hinhören nach: "Nicht mein Blut" anhört. Dann schließt er erschöpft die Augen und schläft fast augenblicklich ein.

Die zweite Hälfte des Jahres...

Was nun ansteht ist mir die liebste Zeit im Jahr:
- Weihnachtsgeschenke basteln
- Geburtstag planen
- sich auf den Esslinger Mittelaltermarkt freuen
- Kastanien und bunte Blätter sammeln
- sich vom Herbstwind die Haare zerzausen lassen
- melancholisch in den Morgennebel starren
- Märchen und Sagen lesen
- Träumen
- die Harry Potter Filme gucken
- Tim Burton Filme gucken
- Tee und heiße Schoki trinken
- viel Kuchen und Kekse backen
- bunte Schals und Handschuhe tragen können
- die letzten Sonnenstrahlen genießen
- dem eigenen Atem zusehen, wie er sich vor deinen Augen in Nebel verwandelt
- Rauhreif auf den Blättern der Bäume
- Mit der Kuscheldecke auf dem Sofa ein gutes Buch lesen
- ....

Samstag, 30. August 2014

Gedanken zur Nacht - Wenn die Fantasie noch immer keine Ruhe gibt Teil 3

Ich sehe mein Haus in der Ferne. Es steht am Rande des Dorfes auf einem Hügel der an den Wald grenzt. Ein hoher Weidenzaun umgibt das kleine Grundstück, dass mein Vater mir, als seinem einzigen Kind überlassen hat. Im Garten wachsen Blumen, Kräuter und etwas Gemüse. Ein Schuppen lehnt sich windschief an das zweistöckige Häuschen, dessen beste Tage längst vorbei sind. Dennoch ist es mein zu Hause. Ein anderes kenne ich nicht, ein anderes habe ich nicht. Aus dem Schornstein steigt eine dünne Rauchsäule auf, auf der Veranda steht noch immer der Lehnstuhl meiner Großmutter, darin liegt Ellis meine Katze. Wind weht die bunten Blätter den Weg hinauf zu meinem Gartentor. Sonnenblumen neigen sich über den Zaun um mich zu begrüßen. Eine Krähe sitzt auf einem der Kürbise im Garten. 
Ich weiß, dass es mir eines Tages genommen wird. 
Interessenten stehen Schlange, ich bin allein und habe keinen der mich vor dem Recht vertritt.
Ich vermisse meinen Vater. Der Verlust schmerzt auch noch nach wenigen Monaten.
Eine Träne läuft meine Wange herab.
Der Wind trägt mich fort.
Er ruft nach mir.
Alara

Alara!

"Alara!"
Verwirrt öffne ich die Augen und blicke mich um.
Halbdunkel, Bett, Decken, Kissen, ein Vorhang ohne Kordel, ein Mann ohne Gesicht.
Panisch werfe ich mich herum. Schlage um mich, schreie um Hilfe. 
Ich will davon laufen, doch meine Beine bewegen sich nicht, mein Kopf hämmert wie verrückt. Erneut laufen Tränen über meine Wangen.

"Alara, beruhigt euch! Ihr seid hier in Sicherheit!"  Seine Stimme klingt wütend. Er drückt meine Arme mit festem Griff aufs Bett, als würde er eine leblose Puppe halten.
Ein fahler Lichtschein beleuchtet seine Augen. Es ist er. Thierry.  Ihn habe ich also nicht geträumt. Das macht es auch nicht besser. 
Während ich vergeblich versuche mich loszureißen, schreie ich ihn an um meine Angst zu verbergen: "Sicherheit nennt ihr das? Ich weiß nicht was los ist, was ihr von mir wollt und womit ich das verdient habe. Ihr haltet mich hier fest und schüttet mir Dinge in den Whiskey, sodass ich nicht mehr Herrin meiner Sinne bin. DAS haltet ihr für Sicherheit? Was für ein kranker Mensch seid ihr bloß!?"
Noch immer versuche ich meine Füße zu bewegen, obwohl mir langsam klar wird, dass sie von einem groben Seil zusammengehalten werden. Entsetzt und wütend fahre ich fort:
"Warum tut ihr das? Warum fesselt ihr mich? Ich habe doch nichts getan!"
Verzweiflung und Angst nehmen mich in Besitz. Ich versuche mich zusammen zu rollen. Mich so klein wie möglich zu machen. Ich fühle mich schutzlos und ausgeliefert. Sein Blick hat etwas wildes, animalisches. Wie ein Kaninchen im Fuchsbau fühle ich mich. Erneut rollen Tränen über meine Wangen. Mein ganzer Körper ist verkrampft und schmerzt.

Ich sehe ihn nicht an, doch ich spüre, dass er mich ansieht. Höre sein Atmen dicht an meinem Ohr.
   
Als er antwortet, hat sich der Klang seiner Stimme verändert. Eher resigniert und besorgt, als wütend. "Alara, ich bitte euch, ich bitte DICH, beruhige dich, dann will ich dir alles erklären. Doch zuerst musst aufhören um dich zu schlagen, zu treten und so zu schreien. Ich will dir wirklich nichts tun. Hab bitte keine Angst vor mir! Kannst du das versuchen?" 
Ich versuche das Zittern aus meiner Stimme zu vertreiben und antworte mehr oder weniger ruhig, aber wachsam: "Dann heraus damit! Und wehe, wenn ihr mich erneut belügt!"

Er atmet tief ein, lockert seinen Griff um meine Handgelenke und setzt sich neben mich auf die Matratze."Ich fasse das mal als 'Ja' auf. Nun gut. Du bist im Wald schwer gestürzt und hast dich am Kopf verletzt. Ich habe dich soweit versorgt, wie es mir mit den bescheidenen Mitteln hier möglich war und dich in meinem Bett schlafen lassen, während ich auf dem Sofa genächtigt habe, zwei Nächte lang. Die letzte Nacht habe ich hier auf dem Boden VOR dem Bett zugebracht, da ich fürchtete, dass du bei deinem Erwachen alles andere als gut auf mich zu sprechen sein würdest. Womit ich offensichtlich Recht hatte. Zu den anderen Vorwürfen: Du hast dir so schwer den Kopf gestoßen, dass du von ganz allein wieder umgekippt bist, nachdem du so fluchtartig die Halle verlassen hattest. In deinem Glas war lediglich ein sehr guter, alter Scotch. Eine Schande, dass du den Rest so verschüttet hast. Aber, das gebe ich zu, das war auch meine eigene Schuld. Mir war einfach nicht klar, wie verängstigt du sein musstest. Das tut mir sehr leid. Ich wollte dir keine Angst damit machen, dass ich dich noch länger hier behalten werde. Ich hatte gehofft etwas Humor würde die Situation auflockern. Aber scheinbar bin ich wirklich der Esel für den mich meine Freunde in Bezug auf das weibliche Geschlecht halten. Ich wollte damit lediglich zum Ausdruck bringen, dass ich dich nicht eher gehen lasse, bevor du nicht vollkommen gesund bist, denn ich fühle mich schuldig, da du meinetwegen verletzt bist."

Er macht eine Pause und sieht mich unsicher an.
Ich muss wohl ziemlich blöde aussehen, wie ich so mit offenem Mund ans Kopfende des Bettes gelehnt sitze und ihn ungläubig anstarre. Die Augen noch immer feucht von Tränen und vor Wut gerötete Wangen. 

"Wenn du meine Entschuldigung natürlich nicht annehmen willst, dann verstehe ich das vollkommen. Dann gehe ich ins Dorf und hole dir einen richtigen Arzt. Ich dachte nur, dass mein bisheriges Medizinstudium dafür ausreichend ist und..."
Ich muss lachen.
Ich muss so laut lachen, dass er kurz einfach nur verdattert da sitzt und mich ansieht, als hätte ich den Verstand verloren. 
Prustend und hustend würge ich schließlich eine Antwort hervor.
"Du willst einen von diesen Metzgern und Quacksalbern hier her holen, damit er mit seinen alten, knochigen Finger an mir herumtatschen kann?" Ich kichere. "Nur zu, die im Dorf wären höchst erfreut über Klatsch und Tratsch und neuen Gründen mich aus meinem Haus zu vertreiben. Vielleicht schicken sie dir auch gleich den Henker mit. Der macht mit mir dann kurzen Prozess und alle werden sagen, ich sei meinen Verletzungen erlegen." Ich muss grinsen, auch wenn mir davon der Schädel in ungekannten Formen schmerzt. Genau wie der Gedanke, dass, wenn irgendjemand hiervon erfahren würde, meine Tage in diesem Dorf gezählt waren. Herausfordernd sah ich ihn an.

Während meiner Rede war er merklich in sich zusammengesackt. Seine Hände lagen Und sein Gesichtsausdruck erinnert mich nun an die vielen Patienten, die ich aufgrund einer Lebensmittelvergiftung behandelt hatte.
Er sieht echt elend aus. Ein bisschen wie ein geprügelter Hund.

Ich versuche meinen Ausbruch unter Kontrolle zu bringen. Irgendwie tut er mir leid. Da hilft er mir, versorgt mich und wie danke ich es ihm? Indem ich ihm die schlimmsten Dinge unterstelle und ihn letztlich verhöhne. Noch immer liegen seine Hände locker auf meinen Unterarmen. Vorsichtig bewege ich einen Arm. Seine Hand zuckt leicht. Ich richte mich vorsichtig auf und lehne mich an das reich verzierte Kopfende des Betts, sodass wir auf Augenhöhe mit einander reden können. Schlaff rutschen seine Hände von meinen Armen herab, eine kommt dicht an meiner zu liegen. Ein Prickeln läuft über meine Haut. Ich begegne seinem Blick, doch er schaut betreten auf seine Hände.

"Es tut mir leid." murmeln wir beide gleichzeitig. Er sieht mich an. Verwundert. Nahezu entgeistert. Unsere Blicke begegnen sich erneut. Ich muss schmunzeln. Was tue ich da? Wollte ich ihm nicht eben noch das Gesicht zerkratzen? Meine ganze Angst ist verschwunden. Er setzt an etwas zu sagen, doch ich unterbreche ihn:
"Hör auf. Es muss dir nichts mehr leid tun, du hast dich schon genug entschuldigt. Ich bin nun an der Reihe. Du konntest nicht wissen, wer ich bin und was ich durchgemacht habe. Du konntest nicht ahnen welche Ängste ich in den letzten Monaten ausstehen musste. Und was man mir antun wollte... Angetan hat." Meine Stimme zittert, bricht.
Eine einzelne Träne rollt über meine Wange.
Tropft auf seine Hand.
Seine Hand zuckt erneut und legt sich dann über meine. Warm und sanft.

So sitzen wir da.

Schweigend.

Jeder mit seinen eigenen Gedanken beschäftigt.

Die Minuten verstreichen und ich lausche seinem Atmen.

Dann drückt er vorsichtig meine Hand, steht auf und geht ohne sich umzusehen zur Tür.
"Bleib so lange wie du willst. Lass mich wissen, wenn du etwas brauchst."
Bevor er die Tür von außen zur Gänze verschließt, sieht er doch noch einmal zurück.

Und sein Blick lässt in mir jeden Knochen gefrieren.

Freitag, 29. August 2014

4.444 Seitenaufrufe :D

DANKE!!!

(Magnolienblüte in der Wilhelma im Frühjahr 2014)

Donnerstag, 28. August 2014

Redesign Nr. 3

Also so langsam hab ich die Nase voll -.- aber leider kann ich die Schrift am Rand nicht besser anpassen. Immerhin kann man nun die Texte lesen.
Das Bild im Hintergrund ist von mir, hab ich letzten Herbst beim Spaziergang mit Lily -->

gemacht. Ich muss glaub ich nicht mehr erwähnen, dass ich den Herbst liebe? Und Lily lieb ich auch! Sie ist der liebste, bravste und verkuscheltste Hund, den ich kenne :)

So, ich hoffe das Design ist zu eurer Zufriedenheit, Teil drei der nächtlichen Story folgt bald. 
Wie man sich vielleicht denken kann, soll das Ganze in eine öhm, sagen wir nicht ganz jugendfreie Richtung gehen. Ursprünglich war allerdings nur die Beobachtungsszene im Wald als poetischer Kurztext geplant (daher die metaphröse Sprache ;) ), da sie auf einem Traum basiert, den ich unlängst hatte.
Lustigerweise entstehen die meisten Geschichten und Gedichte aus solchen Träumen.
Was meint ihr, soll ich öfter mal Fortsetzungsgeschichten posten? Kann halt sein, dass ich mal ein paar Wochen nicht zum schreiben komme. Aber so hätte ich etwas Ansporn überhaupt dran zu bleiben und sie nicht im Dunkel meiner Gedanken versanden zu lassen.

Ich freue mich über Kommentare.

Alva

Mittwoch, 27. August 2014

Gedanken zur Nacht - Wenn die Fantasie mit mir durchgeht Teil 2

Ich schwebe in meinem Kokon durch den Nebel.
Schwarz und weiß umwirbeln mich die Schwaden.
Dumpf klingt von Ferne ein Lied, wie Regentropfen auf Klaviertasten, wie flüssige Sonnenstrahlen, die Violine spielen.



Ich erwache

immer noch umhüllt von Nacht.

Nur der Nebel

lichtet sich.

Das Lager auf dem ich liege ist warm und weich. Decken und Kissen zusammengehäuft auf einem gigantischen Himmelbett. Am Fußende liegt ein rotbrauner Kater zusammengerollt auf einem der Kissen und blickt mich aus verschlafenen Augen an. Als er bemerkt, dass ich wach bin, springt er vom Bett herab und verlässt den Raum durch eine Tür in einiger Entfernung, die offen steht und durch die sich ein sanfter Strahl goldenen Lichts ins Zimmer ergießt. 
So im Halbdunkel erkenne ich außer dem Bett noch einen kleinen, krummbeinigen Tisch und eine antike Kommode an der gegenüberliegenden Wand.

Vorsichtig versuche ich mich aufzurichten. Mein Kopf schmerzt und ich werde das dumpfe Gefühl nicht los, dass ich irgendetwas vergessen habe.
Gerade als ich mich aus den Decken schälen will, bemerke ich, dass ich nicht meine eigenen Kleider trage, sondern ein Hemd.
Nur ein Hemd.
Ein Männerhemd.

Schlagartig bin ich hellwach.

Panisch suche ich den Raum mit den Augen nach meinen Kleidern ab. 
Auf einem Stuhl ganz in der Nähe erspähe ich meine triefende Strickjacke, das Nachthemd hängt halbtrocken an der Tür. 

Ich fluche innerlich. Warum hatte ich mich nicht regensicherer angezogen, als ich zu meinem nächtlichen Abenteuer aufgebrochen war?
Und wo bei allen Göttern war ich nur gelandet?

Mit etwas wackeligen Knien stehe ich auf.
Eine der Decken ist etwas dünner und mit Schottenkaro gemustert. Ich wickle sie wie einen Rock um meine Hüfte und scanne das Zimmer nach einem geeigneten Gürtel ab.
Mein Blick bleibt an einer Vorhangkordel hängen, die einen von zwei schweren, staubigen Samtvorhängen im Zaum hält. Das Fenster ist von außen durch schwere Läden verschlossen, durch die kein Licht fällt.
Es ist wohl noch immer Nacht. 

Mit meinem behelfsmäßigen Rock und ohne Schuhe mache ich mich auf den Weg zur Tür. 
Der Steinboden ist kalt, das Licht spärlich, doch ich finde meinen Weg ohne größere Kollisionen mit Möbelstücken.
Ich öffne die Tür einen Spalt breit und spähe hindurch.

Ein langer Korridor führt von meinem Zimmer weg zu einem anderen, in dem der goldene Lichtschein seinen Ursprung zu haben scheint. 
Leise schlüpfe ich hinaus, bemüht die Tür nicht zum Quietschen zu bringen.
Vom Korridor zweigen einige weitere Türen ab, die jedoch alle verschlossen sind.

Tatsächlich steht jedoch die Tür am anderen Ende offen und ich spähe hindurch.
Zuerst sehe ich einen großen Kamin, in dem ein munteres Feuer prasselt.
Der Raum ist riesig und an den Wänden, soweit das Feuer sie bescheint, sind große Gemälde zu erkennen und Bücherregale erheben sich an der fernen Längsseite des Saals. 
Vor einem dieser Regale steht ein Mann im Gehrock und blickt aus einem der Fenster hinaus in die verregnete Nacht.

Ohne sich umzudrehen richtet er das Wort an mich: " Tretet doch näher!"
Seine Stimme klingt angenehm, wie Honig.
Ich gehorche ohne nachzudenken. 
Als ich den Kamin passiere dreht er sich um und nickt mir freundlich zu. 
Auch wenn ich noch immer nicht weiß, was geschehen ist, so fühle ich mich nun doch sicherer.
Und so gehe ich die letzten Schritte bis zu ihm etwas entspannter. 

Er ist etwa einen Meter achtzig groß, hat kurzes dunkles Haar, das ihm leicht zerzaust in die Stirn fällt und vermutlich graugrüne Augen, die mich interessiert mustern. Ein Lächeln umspielt seine Lippen, doch dunkle Ringe unter den Augen zeugen von einer kurzen Nacht und wenig Schlaf. 

"Setzt euch doch!" Seine Hand deutet auf ein altes, braunes Ledersofa, auf dem bereits eine zerknautschte Decke und der rotbraune Kater liegen. Vermutlich hatte er dich Nacht darauf verbracht.
"Habt Dank!" stammle ich, leicht heiser, und folge der Aufforderung.

Er sieht mich wieder mit diesem interessierten Blick an.
Schweigt.
Dann scheint ihm einzufallen, dass ich sein Gast bin.
Er entschuldigt sich für einen Moment, geht zu einem storchbeinigen Tischchen, nimmt eine darauf stehende Kristallflasche und gießt daraus eine goldgelbe Flüssigkeit in zwei Gläser.
Das eine reicht er daraufhin mir, am anderen nippt er selbst, bevor er zu sprechen beginnt.

"Wie geht es eurem Kopf? Erinnert ihr euch daran, dass ihr gestürzt seid?"

Ich schnuppere an meinem Glas, nippe ebenfalls daran und lasse die brennende Flüssigkeit für einen Moment im Mund, bevor ich sie herunter schlucke. Dann, den Blick auf das Glas geheftet, antworte ich: "Ich habe noch immer Schmerzen und ich fühle mich noch nicht so sicher auf den Beinen. Doch an den Sturz erinnere ich mich nicht. Da sind nur irgendwelche zusammenhangslosen Bilder in meinem Kopf. Regen, Wald und ...."
Schlagartig erinnere ich mich an den Mann im Wald, an seinen nassen Oberkörper und die Augen, die mich musterten. 
Er musste meine Überraschung bemerkt haben, denn als ich ihn nun ansehe, sind seine Augenbrauen nach oben gezogen und er scheint auf etwas zu warten.
"Ihr wart dort im Wald! Ich habe euch beob.... euch zufällig dort gesehen und mich zu Tode erschreckt!"

Er grinst. "Entschuldigt, wenn ich euch erschreckt haben sollte. Doch offen gestanden wart ihr es die mich heimlich beobachtet und mir einen Schrecken eingejagt hat."

Ich spüre förmlich, wie mir das Blut in die Wangen schießt und sehe zu Boden.
"Ich bitte euch ebenfalls um Entschuldigung, mein Verhalten war nicht ziemlich. Ich wollte nicht... Ich meine wenn ich gewusst hätte.... Was ich sagen will, ist, dass... Was hattet ihr um diese Zeit, halbnackt, im strömenden  Regen im Wald zu suchen?"

Meine Frage scheint ihn zu belustigen, was mich noch unsicherer macht. Noch immer grinsend antwortet er schließlich:
"Das Selbe könnte ich wohl auch euch fragen. Mitten in der Nacht in einem Nachthemd mit einem Buch in der Hand durch den Wald zu laufen, ist ebenfalls nicht sehr ziemlich für eine junge Frau. Aber, nun gut. Ich konnte nicht schlafen und suchte die Stille des Waldes. Das ist schon alles. Was führte jedoch euch hinaus bei diesem Regen?"

"Zum einen konnte auch ich nicht schlafen, weshalb ich auf der Veranda noch etwas lesen wollte. Zum anderen begann es erst zu regnen, als ich bereits im Wald war. "

"Was hat euch dann in den Wald geführt? Ihr scheint aus gutem Hause zu sein, da streunt man doch nicht nachts allein durchs Unterholz." Sein Mund bleibt unverändert, doch in seinen Augen meine ich den Schalk aufblitzen zu sehen.
Ich bin nicht sicher, ob das seltsame Gefühl, das sich in meiner Magengegend ausbreitet, Unbehagen oder Verlangen ist.
"Ich streune nicht. Ich folgte einem Geräusch in den Wald. Genauer gesagt einer Melodie, auf die ich beim Lesen aufmerksam wurde. Sie führte mich mehr oder weniger direkt zu euch."

"Eine Melodie im Wald? Eure Fantasie scheint mit euch durchgegangen zu sein. Die einzigen Melodien im Wald sind das Rauschen der Blätter im Wind und das Heulen der Wölfe bei Vollmond."
Wieder ein Grinsen unter der Maske. Diesmal jedoch verzieht er auch den Mund leicht.

"Nun glaubt mir oder nicht. Ich weiß jedenfalls was ich gehört und gesehen hab." Allmählich wird mir dieses Kreuzverhör zu dumm. "Darf ich fragen wer ihr eigentlich seid und wo ich hier bin? Und vor allem: Warum trage ich nicht mehr meine Kleider und WER hat mich ausgezogen? Bin ich euer Gast oder haltet ihr mich hier fest?"

"Entschuldigt, ich habe wohl meine Manieren vergessen. Meine Name ist,... ach nennt mich einfach Thierry. Ihr seid hier auf dem Landsitz meiner Familie, den Beaulacs, den ich seit einigen Tagen erst bewohne um meinen Studien nach zu gehen. Entschuldigt bitte die kärgliche Einrichtung und das fehlende Personal, sie werden bereits aus Paris überführt, sind jedoch wegen des schlechten Wetters noch nicht einmal fünfzig Meilen weit gekommen. Aus diesem Grund halten Vincent und ich hier die Stellung." Er deutet mit der freien Hand auf den Kater, der sich genüsslich vor dem Kamin räkelt und nimmt noch einen großen Schluck aus seinem Glas. "Was eure Kleider angeht, so befürchtete ich, dass ihr euch erkälten könntet. Ich habe sie euch ohnehin ausziehen müssen, da sie nicht nur nass, sondern auch schmutzig und vom Knie abwärts eingerissen waren. Leider besitze ich keine Damenbekleidung in eurer Größe, ihr müsst also vorerst mit meinem Hemd und eurem behelfsmäßigen Rock vorlieb nehmen, bis sie ganz getrocknet sind. Sie sind inzwischen gewaschen, notdürftig geflickt und hängen zum trocknen im einzigen bisher bewohnbaren Schlafzimmer. Meinem. Ich hoffe übrigens ihr habt gut geschlafen, denn mir war dieses Vergnügen auf dem Sofa nicht vergönnt." Das letzte spricht er leise, doch mit leichtem Ärger in der Stimme aus.

Ich besehe mir die zerknautschte Decke etwas näher. Sie ist dünn, hat Löcher und riecht nach alten Mottenkugeln. Nun fühle ich mich schlecht. Fast hätte ich ihn beschuldigt mir etwas angetan zu haben. Nun erscheint er mir in einem ganz anderen Licht und ich bewundere seine Edelmütigkeit mir, einer Fremden, gegenüber.
"Es tut mir leid. Ich wollte euch nicht kränken und auch nicht, dass ihr euch solche Umstände wegen mir macht. Ich..." Mir fehlen plötzlich die Worte. Was sagt man jemandem in so einer Situation?
Ich entscheide mich für ein schlichtes:
"Danke!"
"Gern geschehen!" Erwiedert er, noch immer mit einer leicht angesäuerten Stimme. Er trinkt den letzten Schluck aus seinem Glas, stellt es zurück auf den Tisch und wendet sich wieder mir zu, diesmal mit einem entspannteren Unterton:
"Wie darf ich euch nun eigentlich nennen? Waldmädchen? Oder lieber neugieriges Ding?" Ein verschmitztes Lächeln umspielt seine Lippen. Meine Gedanken setzen für einige Sekunden aus. Ich muss wieder an die Szene im Wald denken, als er mich ganz ähnlich betrachtet hatte.
"Wie wäre es mit Alara? So nannten mich zumindest meine Eltern."
"Gut. Alara!  Dann solltet ihr, Mademoiselle Alara, vielleicht darüber Kenntnis erhalten, dass ihr weder mein Gast, noch meine Gefangene seid. Genauer gesagt, seid ihr ein wenig von beidem."
Ich brauche einen Moment um zu begreifen. Warte darauf, dass er loslacht und mir erklärt, dass er einen Scherz gemacht habe. Doch nichts dergleichen passiert. Die Augenblicke verstreichen, während ich ihn entgeistert ansehe und sich in seinen Augen das Feuer im Kamin zu einer unheimlich Glut spiegelt. Ich sehe das Lächeln, dass sich wölfisch über seine Lippen ausbreitet. Ich sehe das Funkeln, die Neugier, den Hunger. Und dennoch bin ich für einige Augenblicke wie gelähmt und höre nur das Rauschen von Blut in meinen Ohren.
Dann meldet auch mein Gehirn Gefahr und meine Glieder setzen sich in Bewegung.

Ich will aufstehen und zur Tür rennen.
Stattdessen stolpere ich unbeholfen los, das fast leere Glas fällt mit einem Klirren zu Boden.
Die Tür kommt näher,
ich spüre den Schmerz in meinen Gliedern,
ein Stechen im Kopf.
Ich stürze hinaus auf den Flur,
raffe die Decke zusammen um nicht darüber zu stolpern.
In meinem Kopf beginnt es zu hämmern.
Ich höre Schritte hinter mir.
Kämpfe mich weiter.

Plötzlich wird mir schwarz vor Augen,
Blitze durchzucken schmerzhaft das Dunkel.

Ich stürze,

falle

falle

tief

ins

Dunkel

ins

Nichts.

Mein letzter Gedanke gilt dem Glas mit der goldgelben Flüssigkeit.

Fortsetzung folgt...

Dienstag, 26. August 2014

Gedanken zur Nacht - Wenn die Fantasie mit mir durchgeht Teil 1

Im Schatten eines Baumes sah ich dich stehen,
vom Mond beschienen nur die weiße Haut deines Rückens,
nass glänzend vom Regen, der daran hinabrann.
Das dunkle Haar, ebenso glänzend, hing dir tropfend in die Stirn
sodass ich nur leicht glänzend deine Augen erahnen konnte.
Wie Nebel sah ich die Atemwölkchen vor deine leicht geöffneten Lippen treten
und auch von ihnen tropfte der Regen...

tropfte zu Boden

ins feuchte,

raschelnde

Laub.

Gebannt stand ich da.
Das prasseln des Regens auf den Blättern.
Tropfen auch auf meiner Haut, die ich nicht spürte.
Beobachtete die Rinnsale, die deinen nackten Oberkörper hinabflossen.
Trank die Szene wie einen teuren, alten Wein.
Genoss jeden Schluck.
Ließ jeden Augenblick auf der Zunge zergehen.


Bis...

Blitzschnell blickst du auf, blickst mich an.
Mit diesen unergründlichen, im Schatten liegenden Augen, die nur das Mondlicht lebendig zu machen scheint.
Du trittst aus dem Schatten ins Mondlicht, in deinem Blick eine Frage.
Verwunderung, Neugier

Ich löse mich aus meiner Erstarrung, bin dennoch wie gefesselt.
Meine Glieder gehorchen mir nicht mehr.
Das Buch, das ich zuvor noch an meine Brust gepresst gehalten hatte, fällt zu Boden.

Wie in Zeitlupe

fällt

es

ins

nasse

Laub.


Wir starren                                                    uns an,
wie zwei                                                       wilde Tiere.
Jede Faser unserer Körper ist angespannt, bereit zum Sprung? Bereit zur Flucht?
Liegt da etwas anderes hinter der Verwunderung?
Sehe ich Hunger? Sehe ich Verlangen?
Starre ich in Abgründe, wenn ich in deine Augen sehe?


Kalte Schauer laufen mir den Rücken herab und mir wird bewusst, dass meine Kleider auch real bis auf die Haut vom Regen durchtränkt sind.
Das Nachthemd, sowie der Wollmantel den ich übergeworfen hatte, kleben an mir wie eine zweite Haut.

Ich zittere.

Du machst einen Schritt auf mich zu.                      Hältst meinen Blick gefangen.


Ich weiche zurück.                                                  Mein Herz klopft.

Erneut machst du einen Schritt auf mich zu.


Und ich weiche zurück.

Mir wird bewusst, dass deine Schritte viel größer sind als die meinen.

Ich taumle zurück, etwas zu hastig.
Stolpere über ein Wurzel.
Stürze.
Ins nasse Laub.
Mein Kopf stößt gegen etwas hartes.
Mein Herz pocht schneller.
Ich versuche mich aufzurappeln, doch vor meinen Augen tanzen Sterne.
Und schon verdeckt dein Schatten den Mond.

Du kniest dich zu mir nieder.
Streckst die Hand nach meinem Arm aus um mich in eine sitzende Position bewegen zu können.
Ein stechender Schmerz durchzuckt meinen Kopf, doch in Gedanken wundere ich mich nur über die Wärme, die von deiner Hand ausgeht.

Vorsichtig hältst du mein Kinn in einer Hand während du dir meinen Kopf besiehst.
Ich schließe die Augen und genieße die Wärme deiner Hände, atme den Duft deiner nassen Haut.

Ich spüre, wie ich mich entspanne, zerfließe zwischen den Regenschleiern,
wie mich der Duft von feuchtem Laub, von Regentropfen und deiner Haut umfängt und hinwegträgt.

Fort in einen Nebel aus fernen Schritten und raschelndem Laub,
gewiegt in einem Kokon aus Wärme und Nacht.





Freitag, 22. August 2014

Herbstwind

Noch sind die Blätter nicht gefallen,
doch der Wind zerrt schon an ihnen, wie auch an mir.
Die Morgennebel verhüllen bereits das Antlitz der Erde
und kühl pfeift der Wind des Nachts um die Häuser.
Ich höre ihn rufen in der Ferne.

Hülle mich in Nebel!
Trage mich hinfort!

Schwer hängen die Äste der Bäume zu Boden,
prächtig behangen mit saftigen Früchten und Nüssen.
Voller Leben, voller Pracht,
doch auch niedergedrückt von der Last.
Noch bin auch ich an diesen Ort gebunden,
schwer ist die Last, die mich hält.

Befreie mich!
Trage mich hinfort!

Der Wind bläst mir das Haar ins Gesicht umschmeichelt mich, wie ein Liebhaber seine Braut.
Er flüstert mir zu, zerrt an meinen Kleidern, zieht mich zu sich heran.
Mit ihm soll ich gehen, ferne Orte bereisen, frei sein, meine Fesseln lösen.
Mit ihm will ich gehen, weit weg mich tragen lassen, tanzen zwischen den Welten.


Da ist er wieder - der Herbstwind der mich ruft.

Und diesmal werde ich mit ihm gehen.



Dienstag, 3. Juni 2014

Redesign

So ich hab mal wieder verschiedene Designs ausprobiert und bin nun bei diesem magischen Wald hängen geblieben. Nachdem ich sämtliche Posts noch farblich umgestaltet und zumeist auch unterlegt habe, kann man nun wieder in farblich abgestimmter Art und Weise lesen und lustwandeln. Wer es wagt die Schrift zu kritisieren, der möge sich einfach vorstellen, dass ich hier von Hand geschriebene Texte hochlade, dann könnte man es nämlich erst recht nicht lesen ;)

Enjoy, Alva

Mittwoch, 14. Mai 2014

call it magic


Sie steigt aus dem Zug. Steht auf dem Gleis. Sonnenstrahlen bringen ihr Haar zum Glänzen. Eine leichte Briese spielt mit dem Saum ihres Kleides, verfängt sich in ihrem langen Haar. Blätter wirbeln auf. Sie fröstelt leicht, doch sie spürt es nicht. Sie ist ganz und gar erfüllt von dem Gefühl in ihrem Bauch, von dem Prickeln, dem Kribbeln, dem Freifall-Aufzugsgefühl. Sie wartet. Sie wartet auf ihn.

Er steht am Gleis. Etwas abseits im Schatten der Bäume. Der Zug fährt ein. Sie steigt aus. Steht auf dem Gleis. Er betrachtet sie aus der Entfernung. Sonnenstrahlen bringen ihr Haar zum Glänzen. Eine leichte Briese spielt mit dem Saum ihres Kleides, verfängt sich in ihrem langen Haar. Blätter wirbeln auf. Er steht traumverloren. Betrachtet sie wie ein Gemälde. Eine lockere Strähne fällt ihr ins Gesicht. Sein Herz macht einen Satz. Wie verzaubert, traumwandlerisch geht er auf sie zu.

Sie dreht sich um, suchend. Sieht ihn herankommen. Ein Lächeln erhellt ihr Antlitz.

Für ihn geht die Sonne auf.

Glaubst du an Magie?

Yes, I do!

Freitag, 9. Mai 2014

Elfenlieder

"Und es begab sich zu der Zeit, als sich die undurchdringlichen Nebel um die Lande der Lesath hoben und die Eldar zurück kehrten um das Fest zu Ehren der Altforderen zu feiern..."

Gefangen im Traum, doch zurück in der Wirklichkeit
Das trifft es gerade ziemlich genau. Auch wenn mein Körper hier zu sein scheint, mein Geist ist noch dort. Ich fühle mich irgendwie transparent, abwesend und zerbrechlich.
In irischen Sagen heißt es, dass jene, die das Land der Elfen betreten, bei ihrer Rückkehr nicht mehr die selben sind.
Da ist eine Melodie in meinem Kopf, ständig präsent seit ich den Elbenwald betreten habe, mal lauter, mal leiser. Doch sie übertönt alles andere, lenkt mich ab und lässt mich nicht los.
Ich bin nicht mehr ich selbst, ich bin in meinem Kopf. Bin weit weg, obwohl ich da bin.
Fühle mich wie ein Blatt im Wind, ein Blütenblatt an einem Baum, das den halt verliert und vom Wind davongetragen wird.


Samstag, 26. April 2014

late night thoughts

There's a night's sky blinking, full of countless stars,
it's covered in spotlights, like my heart's covered in scars.
There are some billion people here on this small earth,
but eyes compared to yours, I hopelessly will search.
Never I would find some, never such a pair,
that could be the same to me, so kind and oh, so fair.

Old fashioned, as it seems, am I.
But I won't change, as hard I try,
I'll be a lost case until I die.
But I won't change, as hard you try.

There are many words to tell you what has caught me so.
And even more, that I don't even know,
There are poems, songs and storys, more than I could count,
but if you asked me nicely, they all would be gone or drowned.
Never I can tell you, what has caught me so,
because, my friend, the problem is, that I don't even know.

A little bit nuts, it seems, am I.
But I won't change, as hard I try,
I'll be a lost case until I die.
But I won't change, as hard you try.

There's that song again, that reminds me of the day we met.
It's carved onto my heart and scratched into my head,
and as long, as it is there, I can not forget,
the moment and day when the two of us first met.
There's that song, I'm sure, you know it well enough.
Unlike me. I've never been good with feelings and stuff.

A little weird, it seems, am I.
But I won't change, as hard I try,
I'll be a lost case until I die.
But I won't change, as hard you try.

You don't know me quite as well as you perhaps might think.
And sometimes only that awareness makes my courage sink.
You don't know about my story, you just see the girl in me.
I'm more than that, even if less I sometimes wish to be.

So friend, please don't get me wrong!
This ain't some sort of proposal or a weird lovesong.
I just like to tell you, that you mean something to me,
even if it's not what on first glance it could be.

You're one of those, you only meet once per chance.
A little smile, a whistled word, from pleasant eyes a glance.
A friendly soul, which wakes you up and begs you for a dance.
A hand to hold, an open door, a hug without romance.

The moment, now I wrote it down, to send it on to you,
I feel a bit uneasy and stupid through and through.
Why should someone like you, read stupid lines like those?
The two of us, as written here, are not even close!

I'm just a girl with foolish dreams and you are high above.
With those poor lines and bad made rhymes I'll never win your love.
I mean that kind of love, true friends feel for each other,
or in a common family a sister for her brother.

But every line gets poorer now and I should go to bed.
It's nearly three, my hand gets sore and aching does my head.
So hopefully you understand what I am telling you:
I'd like to be you a good friend with feelings deep and true.




Edit: It's my first english poem I show in public, because the topic of this one is very important to me and I feel less shy, when I'm writing or talking in english. I'm still not sure, if the person, it is dedicated to, will read it at all. (...) However, if you find something in that poem, thats wrong as hell or stylistically dreadful, please tell me. But be lenient with me, I worked on it realy hard and I couldn't stand it, if you told me that its a load of crap. If you're not that well versed in poems, please understand, that often poets mix up the natural syntax (word order), so that the rhyme-words fit in the end of a line. Perhaps the measure also is not the best, but if you read it two or three times you'll find the pattern. Mostly it should be a iamb (German: Jambus) --> first syllable unstressed, second syllable stressed. But it doesn't fit trough the whole poem.


Freitag, 14. Februar 2014

Traumwelt

Ich lebe gerne in meinem Kopf.

Ob es dort schön ist?
Ja!
Ich kann über weite Wiesen springen,
wilde Wälder durchwandern, Lieder singen,
wohlig warm in meinem Fuchsbau wohnen.
und über allem auf Wolken thronen.
Ich kann lieben und leben wie es mir passt,
muss mich nicht verstellen, weil mich keiner hasst.
Ich kann lesen, in einem Buch versinken,
und mit Elfen und Gobblins Feenwein trinken.
Ich kann allein sein oder zu zweit,
oder mit all meinen Lieben zu jeder Zeit.
Kann Berge erklettern und mich in die Fluten stürzen,
kann jeden Moment mit Abenteuern würzen.
Ja!
Es ist schön in meinem Kopf.
Dort bin ich Rapunzel mit meinem langen Zopf.
Bin Rotkäppchen und eine Dschinn,
verrückte Hexe oder Rächerin.
Denn unter meinen langen Haaren
findet sich nicht nur ein Hirn,
sondern Gespinste aus vielen Jahren,
unendlich weit, wie Nachtgestirn.

Und wenn die kalte graue Welt
mir draußen gerade nicht gefällt,
dann zieh ich mich zurück dahin,
wo ich einfach lieber bin.
Dann bin ich gerne wieder Kind,
weil ich es einfach schöner find'
in meinem Nimmerland zu wandeln
und meinen Regeln nach zu handeln.
Dann träume ich mich weit hinfort,
an einen nur mir bekannten Ort.
Und weine leis im Dunkeln,
während tausend Sterne funkeln,
um all jene, die auch im Kopfe drinnen
dem Alltag kaum bis nie entrinnen.

In meinem Kopf mach ich mir die Welt
...wie sie mir gefällt.

Donnerstag, 30. Januar 2014

Things I want to do 2014...

... get an awesome tattoo by Donna Tinta (in the making)
... visit Rome (not yet sure)
... do my first LARP (kind of sure)
... sew as much as possible for Tribal Dance costumes, LARP and Reenactment (doing right now)
... write my "ZulA"
... get better in dancing an sword fighting
... save time for friends and gaming-evenings
... save money for all the shit I'd like to do :P
... work hard for more money
... work less for more freetime and sleep
... write those f***ing termpapers BEFORE! <.< (really?) 
... love, live and levitate (?) XD
... make friends, but care about the old ones
... OMG "THE OLD ONES" <.<
... *fthagn*
... read H.P.L.
... read E.A.P. (more often)
... call the doctor
... don't worry
... be happy
... ask questions about life, the universe and everything
... 
... ^.^ be me, myself and I

Donnerstag, 23. Januar 2014

Dankbarkeit

Wie schön es doch ist zu wissen,
dass da einer ist.
dass da einer ist, der da ist.
dass da einer da ist, der so ist.
dass da einer da ist, der so ist wie ich.
dass da einer da ist, der so ist wie du zu mir.

Dass du bist.
Dass du bist wie du bist.
Dass du zu mir bist, wie du bist.
Dass du du bist und ich ich bin.
Dass wir wir sind.
Dass wir zusammen sind.
Dass wir zusammen wir sind.

Dass du hier bist.
Für mich!