Wie flüssigwarmes Gold
durch grünbeblättertes Astwerk schleicht
und golden Moos und Farnen schmeichelt.
Wie fließend blondes Haar
auf Feldern Ähren leicht bekrönt
und Kornblau und Mohn Juwelen heißt.
Wie durch Nebel Finger greifen
fassen aus dem Dunkel mich
streicheln weg das Grau.
Wie heiße Küsse weicher Lippen
Verlangen entzündend
Herzen schmelzend.
Wie ein strahelnd Lachen
Gesichter erhellend
anziehend Blicke.
Nicht verbrennend
Nicht heiß und verbrennend
Angenehm warm
Angenehm weich und sanft
leicht warm, weich und sanft
entrückend.
„Und wenn du den Eindruck hast, dass das Leben Theater ist,
dann such dir eine Rolle aus, die dir so richtig Spaß macht.“
William Shakespeare
Sonntag, 31. März 2013
Mittwoch, 6. März 2013
Frühjahrsputz
Frühjahrsputz bei Alva funktioniert so:
Nachhause kommen, feststellen, dass es vorm Haus aussieht, als hätte ne
Bombe eingeschlagen --> Ich sollte mal das Gestrüpp wegkehren und
die vertrockneten Pflanzen abschneiden.
Alva macht die Tür auf und schlappt ins Schlafzimmer, weil man sich für Gartenarbeit ja was verratztes anzieht. Blick fällt auf verstaubte Fensterbank --> Ich sollte die Fensterbank abstauben.
Alva geht in die Küche, macht den Boiler an. Da das zu lange dauert, geht sie nach Draußen und kehrt das Gestrüpp weg, schneidet vertrocknete Pflanzen ab, bringt den Kompostmüll weg, räumt alles ein bischen hin und her und dekoriert um, putzt hi und da noch ein bisschen und plötzlich ist eine Stunde um.
Alva geht ins Schlafzimmer, putzt die Fensterbank und alles was drauf stand, putzt die Scharniere der Fenster, entdeckt Schimmel überm Fenster, putzt den auch noch weg und denkt sich dann beim Anblick des Fensters: --> Die Scheiben könntest du auch mal wieder putzen.
Alva holt den Glasreiniger, putzt die Fenster im Schlafzimmer, geht dann in die Küche um das Zewa zurückzustellen, guckt das Küchenfenster an und seufzt: --> Naja, das Küchenfester hat es auch mal wieder nötig und wenn wir schon dabei sind, dann putzen wir doch auch gleich noch die Fensterbank und waschen den Vorhang.
Gesagt getan,... eine weitere Stunde später, die Vorhänge hängen auf der Leine, die Fenster blitzen im letzten Sonnenlicht, Alva geht ins Bad um den Glasreiniger wegzuräumen. Beim Blick auf das dreckige Badfenster, nur noch ein Gedanke: --> NEIN HEUTE NICHT!
Freitag, 1. März 2013
Demonstration, Petition, Facebookaktion...
"Hier unterschreiben!"
"Unterstütz XY!"
"Jetzt aktiv werden!"
"Selbst bestimmen!"
"Unterzeichne die Petition...!"
Täglich wird man von duzenden solcher Sätze bestürmt, an Straßenecken, im Einkaufszentrum, auf Plakaten, in E-mails und seit geraumer Zeit auch im Internet.
"Bitte teilen!" heißt es da an jeder Ecke, vor allem in Facebook. Und wenn dann der fettgedruckte Satz mächtig Eindruck hinterlassen hat, dann wird heftig geteilt und gevotet und unterstützt und unterzeichnet.
Vielfach, ohne sich wirklich durchgelesen zu haben, worum es überhaupt geht, oftmals weil es die 485 Freunde auch gemacht haben, manchmal um sich ein gutes Gewissen einzureden.
Aber was bringt das "Gelike" und "Geteile" wirklich?
Glaubt da echt jemand dran, dass bei 500Likes ein Streuner weniger zu Tode gequält wird, dass Trinkwasser ein Menschenrecht wird und die Merkel freiwillig zurücktritt?
Wer glaubt daran, dass es etwas bringt, wenn man 200 Online-Petitionen unterzeichnet hat, dass das Hanf wirklich freigegeben wird, S21-Befürworter zur Kasse gebeten werden oder die Kindersoldaten in Afrika gerettet werden?
Ich glaube der Internetnutzer von heute macht es sich arg einfach mit der täglichen guten Tat. Ein Klick und... ja was und?
Was passiert dann mit diesen Umfragewerten? Diesen Unterschriften? Gibt es irgendwo eine Statistik, wieviele dieser Petitionen erfolgreich waren?
Ich behaupte jetzt mal, dass das Ergebnis erschreckend gering wäre. Denn, die meisten Unterstützer verschwenden mit Sicherheit keine 24h nach der Unterschrift keinen weiteren Gedanken mehr daran, was sie unterstützen. Protest findet nur genau 5min lang aktiv statt, eben genau die 5min lang die es braucht, sich über eine Ungerechtigkeit aufzuregen, das Formular mit Namen und Anschrift auszufüllen und mit dem neuen Ausweis seine Identität zu verifizieren. Vielleicht unterhält man sich noch ein bisschen per Kommentar unter dem geteilten Beitrag über das Thema, vielleicht entbrennt noch eine kleine Diskussion, aber auch dieses Flämmchen erlischt rasch und zurück bleibt, das pseudo-guter-Mensch-Gefühl.
Ja dann hält man sich wohl am besten raus oder?
Nee nee,... so leicht ist das leider nicht. Denn a) kann man den Aufregern des Tages und den Petitionen nicht entkommen und b) gilt man als uninformiert und egoistisch, wenn man sich nicht wie alle anderen auch über die Ungerechtigkeitender Welt aufregt und seine Unterstützung beurkundet.
Man kann ihnen einfach nicht entkommen, den Onlineaktivisten, den Unterstützern, Petitionisten, Tierfreunden und Hobbypolitikern.
Ich persönlich finde es auch gar nicht falsch sich zu engagieren und für Ziele einzusetzen, die in 100 Jahren unseren Fortbestand sichern könnten, aber was ich nicht verstehen kann, ist, dass sich das Ganze in letzter Zeit zu einem Trend auswächst, der teilweise Bildzeitungs-Niveau ( schlimm wenn man die beiden Begriffe in einem Satz verwenden muss) erreicht, wo alles und jedes irgendwie per Petition oder Teil-Bildchen verbreitung findet.
Wo man jeden Tag mit etwas neuem gefüttert wird, worüber man sich gefälligst aufzuregen hat.
Was ist denn eigentlich aus unseren guten, alten Demos geworden? Aus "Love and Peace" und rießigen Bannern, Blümchen und dergleichen? Stattdessen schaffen es gerade mal die extrem-politischen Jugendlich auf die Straße, gelegentlich ein paar Studenten bei Studiengebühren oder die Piraten, wenn es um ACTA oder ähnliches geht. Es gibt Frauendemos für Frauenrechte und Arbeiterdemos für Arbeiterrechte,... aber alle sind sie doch egoistisch, denn nicht alle von uns sind Studenten, Computerfreaks, Frauen oder Arbeiter.
Warum geht eigentlich keiner für Menschenrechte, wie zum Beispiel das Trinkwasser, oder gegen die Ausbeutung von afrikanischen Kindern auf die Straße?
Das sind Dinge, die uns alle betreffen, aber wir schaffen es nichtmal den Hintern hochzubekommen, sondern glauben fest daran, dass ein Klick im Netz schon alles regeln wird.
*klick*
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Ich hoffe, dass ich damit ein bisschen zum Nachdenken und selbstkritischen Vorgehen beitrage.
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