Und wenn du den Eindruck hast, dass das Leben Theater ist,

dann such dir eine Rolle aus, die dir so richtig Spaß macht.

William Shakespeare

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Donnerstag, 31. Mai 2012

An Dich:

Du bist mein Sommergewitter, mein Wintersturm,
Bist mein stiller See, mein tiefer Teich,

Bist mir ein Baum, hoch wie ein Turm
Und ein Bett aus Moos, unendlich weich.

Bist meine Seele, mein Gedanke, mein Herz.
Bist weder Hass, noch Leid, noch Schmerz.

Bist das Lied, das mir im Kopf rumgeht,
Bist der Wind der mir das Haar verweht.

Du bist der Mond am Himmelszelt,
kurz: du bist für mich die ganze Welt.


Dienstag, 8. Mai 2012

An den Wald

Früh ging ich fort als noch die Dämm'rung uns verbarg,
zu suchen deine sanfte Ruh.
Über Wiesen, Wege, Felder,
ging ich mit Sehnsucht auf Dich zu.
Atmen wollt' ich Deinen Duft,
Erde, Laub und Waldesluft.
Von Dir umgeben glücklich sein,
im Sonnenaufgang mit Dir allein.
Den ganzen Tag in Deinem Schoße ruh'n,
und tausend Dinge mit Dir tun.
Im Winde Deiner Stimme lauschen,
mir vor Glück die Haare raufen,
lachend jeden Pfad ablaufen,
der mich näher an dein Herz,
an den Quell' des süßen Schmerz',
den kalten Bach im Sonnenlicht bringt,
wo mein Herz vor Freude fast zerspringt.




Dienstag, 28. Dezember 2010

The Forest


Wo ich die warmen Strahlen der Sonne verlasse und in die Schatten der hoch aufragenden Bäume trete umfängt mich sogleich eine eigenartige Stille, so als träte man in eine Kathedrale. Andächtig bahne ich mir meinen Weg durch Unterholz, niedriges Gestrüpp und versuche dabei nicht auf Wildkräuter und Fliegenpilze zu treten, die hier und dort aus dem Boden sprießen. Langsam drehe ich mich mit geschlossenen Augen im Kreis, atme die schwere, erdige, feuchte Waldluft, spüre den weichen Waldboden unter den Füßen nachgeben.

Vogelgezwitscher hallt von den Bäumen wieder, als ich meine Hände nach den Blättern am Boden ausstrecke. Langsam macht mich die frische Luft müde, sodass ich mich auf den Boden an einen Baum setze, an dessen Stamm Efeu emporklettert.

Ich träume von einem Bach der sich durchs Unterholz schlängelt, wie ein silbernes Band durch das braune Haar einer Prinzessin. Violette Leberblümchen und weiße Buschwindröschen bekränzen ihn und umrahmen sein fröhliches Gesicht. Überall tanzen Herbstblätter im Wind, während Efeuranken ihre Hälse in den Bach strecken um von seinem Wasser zu trinken.

Als ich erwache ist mein Kopf auf die Erde gesunken, meine Hände umklammern eine Wurzel und Erde, Blätter und Moos hängen in meinen Kleidern. Kleine Käfer krabbeln an meinen Armen empor, eine Maus knabbert an meinem Ärmel. Um auf zustehen greife ich mit beiden Händen in die warme, weiche Erde. Noch einen Moment genoss ich das Gefühl dem Wald so nahe zu sein, dann stand ich auf und schlich auf dem gleichen Weg den ich gekommen war zurück.